Welttour - Europa, Asien, Nord- und Südamerika - Einträge für: Vereinigte Staaten von America

InReach Route
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16° | sonnig | km 387

Hollywood wir kommen

am 2017-02-14 in
Der Flug von Kuala Lumpur nach Los Angeles dauerte knapp 24 Stunden und verlief reibungslos. Wir landeten am Dienstag morgen gegen 10 Uhr. Das Aussteigen verzögerte sich etwas, da sich angeblich noch ein anderes Flugzeug auf unserer Parkposition befand. Als sich die Türen öffneten kamen zwei gut gebaute Polizisten herein, nahmen einen Passagier wenige Reihen hinter uns fest und führten ihn in Handschellen ab. Willkommen in den vereinigten Staaten von Amerika!

Wir reisten nur mit Handgepäck, daher konnten wir den Flughafen einigermaßen schnell verlassen und uns um ein Taxi kümmern, dass uns in unser Hostel brachte. Da LA nicht gerade billig ist, suchten wir uns über Booking.com die günstigste Unterkunft heraus und fuhren diese an. Als wir im Hostel ankamen, wurde uns als erstes ans Herz gelegt, alle wichtigen Sachen in einem Spind einzuschließen. Nachdem wir ein Gemeinschaftsraum mit insgesamt 20 Personen gebucht hatten, befolgten wir diesen Rat. Schnell merkten wir, warum die Herberge die günstigste war. Das Viertel war nicht gerade das beste, man fühlte sich teilweise wie in einen Film versetzt. Der Obdachlose trottete mitsamt seinem Hausrat, welcher sich im Einkaufswagen befand, über die Straße. Bei einigen hingen die Hosen nur knapp über der Kniekehle, die Boxershort folgte auf Halbmast über den Hintern und den Rest verdeckte ein überdimensionales T-Shirt, dazu Musik aus dem modernen Ghettoblaster. Teilweise standen wir auf der Straße und beobachteten einfach die Umgebung um uns herum.

Da wir sehr früh landeten, hatten wir fast den ganzen Tag vor uns und daher machten wir gleich einen kleinen Ausflug an den Manhattan Beach. Ein unendlich langer und breiter Sandstrand, doch zum Baden war es noch deutlich zu kalt. Nur Surfer in Neoprenanzügen waren im Wasser zu sehen. Auch der Strand selbst war noch wie leer gefegt. Es dürfte ein Paradies für jeden deutschen "Handtuch-das-ist-seit-20-Jahren-mein-Platz-Beleger" gewesen sein.
Nach einem halben Jahr in Asien war die Freude auf einen saftigen, großen, amerikanischen Burger in unsere Gesichter geschrieben. Und er schmeckte unbeschreiblich gut, auch wenn uns die Preise im vergleich zu den bisherigen Ländern erst mal einen gewaltigen Schock versetzten. Gut gesättigt sind wir im Hostel angekommen und ins Bett gefallen.

Die Motorräder trafen nur einen Tag nach uns ein. Wir mussten zwar ein paar Stationen ablaufen und einige Zeit warten, insgesamt war es jedoch sehr stressfrei und so konnten wir die ersten Kilometer, beziehungsweise Meilen in den USA genießen. Ein unglaubliches Gefühl mit dem eigenen Motorrad in den USA unterwegs zu sein!

Selbst wir staunen immer wieder wie unglaublich viele Sachen in drei Motorräder passen. Da wir die Anzahl aber nicht ungewollt verringern wollten, zogen wir vom Gemeinschaftsraum in ein Dreierzimmer und konnten so unser Equipment sicher verstauen. In der Nacht zuvor wurde einem anderen Reisenden wohl Geld und der Foto gestohlen und das wollten wir uns ersparen!

Da sich Denis Sena 10C im Dauerregen und Hochwasser in Thailand verabschiedet hatte und Senas Hauptsitz in Los Angeles liegt, statteten wir Sena einen Besuch ab. Danach hatte Denis nicht nur wieder ein funktionierendes 10C, sondern oben drauf noch die Actionkamera Prism, wodurch unsere Videos auch ein paar neue Aufnahmepositionen bekommen werden. Noch dazu durften wir die DCT Honda Africa Twin von Sena Probe fahren. Was für ein Tag :) Vielen Dank an Alyssa und Chris, die sich bestens um uns gekümmert haben.

Der Tag darauf galt ganz dem LA Touri Programm. Wir spazierten den bekannten Walk of Fame ein wenig auf und ab und buchten eine Promi Bus Tour. So fuhren wir über die Hollywood Hills nach Beverly Hills und konnten ein paar Häuser der Stars und Sternchen sehen. Hört sich nicht wahnsinnig spannend an, ist es aber auf jeden Fall wert mal mitzumachen.
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5° | sonnig | km 676

Wer hat die Schneeketten?

am 2017-02-23 in
Nachdem weder Jessica Alba, noch Scarlett Johansson oder Keanu Reeves Zeit gefunden haben sich mit uns zu treffen, war es für uns an der Zeit Los Angeles zu verlassen und die Weiten der USA zu erkunden. Ein unglaublich tolles Gefühl, einen so großen Kontinent vor sich zu finden und zu wissen, tausende von Kilometern auf dem Motorrad vor sich zu haben.

So fuhren wir durch den Sequoia Nationalpark und waren einfach nur begeistert von den grünen Bergen, den angenehmen, teils kühlen Temperaturen und den kurvigen Bergpässen. Unsere Unterkunft fanden wir nahe dem Lake Isabella auf knapp 1000 Höhenmetern und bei einstelligen Temperaturen. Da wir am nächsten Tag einen Pass überqueren wollten, der auf ungefähr 2500 Metern lag, erkundigten wir uns bei einigen Lokalen, ob dieser befahrbar sei. Die Antworten vielen auf ein deutliches "Nein" oder sie waren sich unsicher, tendierten aber dazu, dass noch zu viel Schnee liegen würde. Im Nachhinein hätten wir uns sparen können zu fragen, denn uns war von Anfang an klar, dass wir es versuchen werden.
So ging es am nächsten Tag früh auf die Bikes und rauf auf den Berg. Wir waren sehr optimistisch, bis von jetzt auf gleich der Untergrund von Teer auf Schnee wechselte. Die kläglichen Versuche von Fabi und Denis konnte sich Basti nicht lange anschauen und fuhr mit ruhiger Gashand an ihnen vorbei. Einige Anläufe später schafften die zwei es dann aber doch noch nach oben bis zum nächsten kleinen Fleck Teer. So hangelten wir uns eine ganze Weile weiter hoch, Spanngurte mussten irgendwann als improvisierte Schneeketten herhalten, bis wir Schlussendlich von einer Pistenraupe eingeholt wurden. Wie sich herausstelle war das unser Glück, denn zu diesem Zeitpunkt hatten wir bei einem Meter Schneehöhe 5 Kilometer zurück gelegt, es lagen allerdings noch 40 weitere vor uns und die Schneedecke sollte auf 3 bis 4 Meter ansteigen. Wir gaben uns geschlagen und kehrten bei einsetzendem Schneeschauer und -3,5° C zurück ins Motel, von dem aus wir am Morgen gestartet sind. Es war ein unglaublich schöner und spannender Tag, endlich mal wieder eine Herausforderung!

Vom Lake Isabella aus fuhren wir weiter Richtung Osten um in den Death Valley Nationalpark zu wechseln. Bevor wir jedoch einem Tip von Jim Hyde von RawHyde Adventures folgten, der uns zu einer kleinen Oase mit Hotspring führen sollte, lag noch der - schon vom Namen ansprechende - Dirty Socks Hotspring auf dem Weg. Wir versorgten uns an der Tankstelle mit ein paar Spagetti und Soße und schlugen unser Zelt wenige Kilometer später direkt neben der heißen Quelle auf. Es wurde dunkel und die Lufttemperatur näherte sich dem Gefrierpunkt. Wie es natürlich sein musste, wollte unser Benzinkocher nicht so recht anspringen und somit kümmerten wir uns erst einmal darum. Als dieser endlich lief, wollten wir uns im Wasser aufwärmen, was allerdings nicht so recht funktionierte. Es war eher eine lauwarme Quelle, als eine heiße. Schlussendlich schafften wir es unsere Nudeln zu kochen und krochen durchgefroren gegen 9 Uhr in unsere Schlafsäcke. Wie kalt es in dieser Nacht genau war, wissen wir nicht. Der Wetterbericht auf dem Handy zeigte -20° C an, vielleicht waren es aber eher um die -10° C. Das Zelt und die Schlafsäcke hielten uns aber schön warm, nur die Pfütze neben uns war am nächsten Tag leicht gefroren.

Am nächsten Tag ging es dann ins Death Valley und es war atemberaubend! Man findet unglaublich lange gerade Straßen, geteert, Schotter, Berge, Dünen, ausgetrocknete Seen und unberührte Natur soweit das Auge reicht.
Als wir am zweiten Hot Spring ankamen wurden wir für den ersten mehr als entschädigt. Eine kleinen Kommune hält die Oase in Schuss und kümmert sich um alles. Dieses mal waren die Quellen auch schön heiß und den Abend konnten wir am Lagerfeuer mit ein paar anderen Weggefährten bei interessanten Gesprächen genießen. Wie sich allerdings herausstelle, war auch hier der Weg Richtung Norden eingeschneit, angeblich aber nur für knapp 10 Kilometer. Es dürfte klar sein, für welche Richtung wir uns entschieden haben.

So packten wir unser Zelt früh am Morgen zusammen und das Navi lotste uns nach Norden. Wie versprochen fanden wir einige Zeit später den Schnee vor uns, allerdings deutlich weniger als Tags zuvor. So überquerten wir den Berg mit vereinten Kräften und belohnten uns auf der anderen Seite in einem kleinen Ort mit typisch amerikanischem Barbecue.
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15° | sonnig | km 519

Teer ist langweilig!

am 2017-02-27 in
Von der Kleinstadt Bishop aus ging es auf die Death Valley Road und wir verließen mal wieder die Teerstraße. Genau das wonach wir gesucht hatten! Die Schotterpisten waren alle in ziemlich gutem Zustand, was nicht ganz sicher war, da sehr viele Straßen wenige Tage zuvor oder immer noch aufgrund von starken Regenfällen gesperrt waren.

Wir machten gut Strecke, bis wir die südwestliche Abzweigung zu den wandernden Felsen genommen haben. Der Untergrund wurde ruppiger und die Waschbrettbisten aus Tadschikistan und der Mongolei ließen ihre Grüße ausrichten. Auch größere Steine, die fest in den Sand zementiert waren, gaben alles um unsere Federungen mal wieder ordentlich zu beanspruchen. Aber es machte unglaublichen Spaß und so kamen wir gut durchgeschüttelt bei den wandernden Felsen an. Lange war unklar, wie die teils bis zu 350 Kilo schweren Felsen ihre Spuren im ausgetrockneten See hinterließen. Aliens konnten besonders in dieser Gegend natürlich zu keiner Zeit ausgeschlossen werden! Wie sich herausstellte ist es jedoch ein wenig unspektakulärer. Die Hauptursache die die Felsen zum Wandern bringt ist wohl Eis im Zusammenspiel mit sehr starkem Wind. Trotzdem, einige Stellen sahen verdächtig nach Ufo Start- und Landeplätzen aus. Wie man eventuell an den Fotos sehen kann, rief der Ort bei uns unterschiedliche Begeisterung hervor.

Ein kleiner Spaziergang über das Brachland und einige Fotos später machten wir uns wieder auf den Weg. Das Waschbrett und die Steine freuten sich, dass wir ein zweites mal an diesem Tag vorbei schauten. Fabi fragte Denis daraufhin, ob er nicht Lust hätte mal wieder Bikes zu tauschen um nochmal den Unterschied abseits befestigter Straßen zu testen. So gab es einen fliegenden Wechsel und es ging weiter, jedoch nicht allzu lang...
Obwohl Denis, Fabi ist Zeuge, äußerst bis mittel vorsichtig gefahren ist, hat es leider die noch vom Pamir Highway in Tadschikistan lädierte und geschweißte Felge erneut erwischt. Ein Stein hat das weiche Material gefunden und in eine neue Form gebracht. Nach vergeblichen Versuchen die Felge wieder "dicht" zu bekommen, mussten wir aufgeben und einen Schlauch einziehen. Mittlerweile war es Dunkel, doch während Fabi und Denis die BMW wieder fahrtauglich machten, kümmerte sich Basti bereits um die Zelte und das Abendessen. Kurz bevor wir ins Bett gingen sahen wir Lichter und gefühlt eine ewige Zeit später etwas daher scheppern. Wie sich herausstellte waren es vier Jungs in einem Jeep, den linken Vorderreifen hat es komplett zerlegt und so kamen sie nur noch auf der schon sehr ramponierten Felge daher. Leider konnte wir nicht mit einem Ersatzreifen dienen und so schepperten sie weiter um das Valley zu verlassen.

Gut ausgeruht ging die Reise am nächsten Tag weiter, die Felge hielt zum Glück bis zur Teerstraße durch. Der nächste Stopp hieß Titus Canyon. Normalerweise dürfte man diesen durchfahren, er war allerdings noch gesperrt, da er sehr ausgewaschen war. Nachdem wir ihn für ein paar Meter zu Fuß inspizierten, war für Fabi und Denis ziemlich schnell klar, dass es möglich ist ihn zu fahren und das gesperrt Schild für Autofahrer gemeint war. Basti hatte eine andere Auslegung dafür und so trennten wir uns für dieses Stück. Die Felge dagegen hatte nur die Option, friss oder stirb!
Es waren lediglich 30 Kilometer, diese hatten es allerdings in sich. Mehr als ein Trampelpfad von Wanderern war meist nicht zu erkennen, der Schotter war lose und tief und wir surften den Canyon entlang nach oben. Die Landschaft die sich uns bot war dafür einmalig und dass man so etwas mit dem Motorrad fahren darf war kaum vorstellbar.

Im Ort Beatty trafen wir uns mit Basti und nach einer kleinen Stärkung im Diner setzten wir uns für die restlichen Kilometer auf den Highway und erreichten noch am Abend Las Vegas.
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21° | sonnig | km 243

Jackpot!

am 2017-03-02 in
Es war bereits dunkel als wir vom Highway auf den Strip bogen. Wir fuhren an den hell leuchtenden Hotels wie dem Mirage, dem Caesar Palace oder dem Bellagio vorbei. Wir waren überwältigt und mussten uns zwingen ab und zu ein Auge auf den Verkehr zu werfen. Das günstigste Motel das wir finden konnten, befand sich glücklicherweise direkt hinter dem MGM und so hatten wir es nicht weit zum Strip. Die größte Überraschung für uns war eine riesige Werbung für eine David Copperfield Show, da wir nur ein paar Tage zuvor gerätselt hatten, ob dieser noch lebt...

Es stand allerdings nicht nur Glückspiel auf dem Plan, denn für die Hondas war es an der Zeit nach knapp 50.000 Kilometern die Zündkerzen zu wechseln und das Ventilspiel einzustellen. Da wir für Zweites nicht das passende Werkzeug haben, suchten wir nach einem Honda Händler. Obwohl wir die Bikes selbst komplett zerlegt hätten war der Preis immer noch astronomisch! So zogen wir etwas geläutert erst mal weiter zu Cyclegear, ein Zubehörladen vergleichbar mit Louis in Deutschland, um uns nach einem neuen Kupplungshebel und Fußrasten für Basti und Denis umzuschauen.
Dort trafen wir auf Greg, dem Manager dieser Cyclegear Niederlassung, und wir erzählten ihm begeistert von unserer Reise und der geplanten Inspektion. Greg wiederum schickte uns zu einer kleinen, unabhängigen Motorradwerkstatt, denn er meinte Mike sei ein äußerst guter und erfahrener Mechaniker. Nach einer kurzen Wegbeschreibung schwangen wir uns auf die Mopeds und statteten dem Iren einen Besuch ab. Was von diesem Moment an die nächsten Tage passieren sollte, war für uns lange Zeit schwer zu begreifen.

Wir betraten den Laden und trafen dort auf Mike, dem Besitzer, seine Frau Heather und AJ, der seit ein paar Wochen dabei war um auszuhelfen. Ziemlich schnell wurde uns klar, dass wir hier nicht in einer normalen Werkstatt gelandet sind, denn Mike und Heather, zusammen mit dem Viking Mike bilden ein kleines, erfolgreiches Rennteam und haben erst letztes Jahr den ersten Platz in der Baja abgeräumt!
So tauschten wir munter unsere Geschichten aus und schraubten nebenbei an unseren Motorrädern. Wir verstanden uns auf Anhieb bestens und nachdem es eine kleine Verzögerung bei der Lieferung von Ersatzteilen gab, boten uns die beiden an für die nächsten Tage bei ihnen im Haus einzuziehen. Dieses Angebot nahmen wir natürlich liebend gerne an.

Im Glücksspiel in den Casinos waren wir eher mäßig erfolgreich, den Jackpot haben wir jedoch mit Mike und Heather geknackt und das ist auf rein menschlicher Ebene gemeint. Es war unglaublich wie sehr sich die beiden um uns gekümmert haben und alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, dass wir unsere Ersatzteile rechtzeitig bekommen. Um die Wartezeit auf die Teile übers Wochenende zu verkürzen, nahmen sie uns auf die Mint400, ein Trophy Truck Rennen, mit. Es war faszinierend, welchen Federweg die Trucks haben und was für einen einmaligen Sound!
Zusammen konnten wir auch ein Nascar Rennen live erleben, in der Wüste offroad fahren und nebenbei ein bisschen mit Waffen spielen. Und wir konnten ihnen dann im Hofbräuhaus in Vegas noch ein paar bayrische Traditionen zeigen.

Ebenfalls schafften wir es Tickets für den Meister Magier zu bekommen und konnten ihn einmal live erleben. Wir können sagen, er hat es immer noch drauf! David Copperfield ist nicht nur ein guter Illusionist, sondern auch auch ziemlich lustiger Entertainer. Auch unsere zweiter Show Besuch bei Jabbawockeez war äußerst amüsant!

Ein paar Abende ließen wir bei einer Runde Roulette im Hooters ausklingen. Es wurde zu unserem Lieblingscasino, da es die geringsten, spielbaren Einsätze erlaubte.
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21° | sonnig | km 651

Der Spaß nimmt kein Ende!

am 2017-03-08 in
An diesem Morgen stand etwas neues für uns auf dem Programm, ein kleiner Fotoshoot für eine japanische Motorradzeitschrift. Gemeinsam mit zwei Fotografen fuhren wir auf einen ausgetrockneten See und knipsten ein paar Aufnahmen. Es war eine interessante Erfahrung, die wir gerne noch öfter machen würden. Der Artikel wird voraussichtlich im August diesen Jahres erscheinen, allerdings ist es eine rein japanische Zeitschrift, daher wird es für uns nicht viel zu lesen geben.
Nach getaner "Arbeit", gönnten wir uns ein kleines Abendessen im Subway, als plötzlich ein breit grinsendes Gesicht mit nach oben gestreckten Daumen vor der Fensterscheibe erschien. Ein Motorradfahrer aus Vegas, der unsere Bikes vor der Tür stehen sah. Als wir ihm zurück winkten, schaute er kurz zu uns rein um uns zu fragen, wo wir herkommen und was wir in den USA alles geplant haben. Nachdem wir ihm ein wenig über unsere Reise erzählt haben, bot uns Gary an, am nächsten Tag gemeinsam eine Runde zu drehen.

Wir trafen uns einen Tag später wieder beim Subway um einen Ausflug zum Hoover Damm und Valley of Fire zu machen. Die Dimension des Hoover Damms ist unglaublich, vor allem, wenn man sich vorstellt, unter welchen Bedingungen und mit welchem Arbeitsmitteln dieser damals gebaut worden ist.
Deutlich spektakulärer war allerdings das Valley of Fire. Der Ausblick, die unzähligen, unterschiedlichsten Felsformationen und die unendliche Weite waren sehr beeindruckend. Nach einem entspannten Tagesausflug verabschiedeten wir uns bei einer Tasse Kaffee von Gary. Vielen Dank nochmal für diesen tollen Ausritt!

Für uns ging das Programm weiter, Heather und Mike hatten eine Idee nach der anderen, was wir als nächstes unternehmen könnten und an eine Pause war nicht zu denken. Nach einem Ausflug in die Geisterstadt Oatman, durch die noch ein Teil der historischen Route 66 geht, lag am darauf folgenden Tag Benzin in der Luft. Heather, AJ und wir drei gingen gemeinsam auf ein Nascar Rennen. Während AJ und Heather sich auf dem Hinweg noch ausgiebig über den Redneck Sport lustig machten, schlug der Spot umgehend in Begeisterung um, als wir das Stadion betraten. Der Lärm war ohrenbetäubend, der Gummiabrieb brannte in den Augen und man konnte den Windzug der vorbei rasenden Autos spüren. Nur über die Regeln wusste keiner von uns Bescheid, geschweige denn kannten wir einen Rennfahrer. Für uns war es trotzdem ein riesen Spaß.

Mit ein wenig Restadrenalin ging es dann am Abend ins Hofbräuhaus. Und mei, wos soi ma song? Schee wos für an Obnd moi wieda dahoam zua sei! Schweinsbron hots gem, Weißwüascht mit am siaßn Senf und a gscheide Brezn. Gsunga hom ma mit da österreichischen Kapäin zum Fendrich und da Skandal umd Rosi hot a ned gfeid. So hamma dann, wia dahoam zua Wiesn, gegen zwäifi langsam zamm backt und san wieda naus zur Dia. Schluss war allerdings noch nicht, wir zogen weiter auf eine großartige 80er Party.

Zur Regeneration am nächsten Tag fuhren wir in die Wüste um Sachen über den Haufen zu schießen und eine kleine Offroad Runde zu drehen. Das Highlight wartete allerdings am letzten Abend vor Abfahrt auf uns. Wir wurden auf eine Messe eingeladen, als Aussteller. Es handelte sich um eine Messe von Cyclegear für alle ihre Vertriebspartner, wir waren die einzigen nicht zugehörigen. Es war ein wahnsinnig interessanter Abend für uns und wir erzählten unsere Geschichte unzählige male, aber jedes einzelne mal mit großer Freude :) Eine neue Erfahrung für uns, die wir sehr genossen haben und jederzeit wieder machen würden.

Einmal mehr zeigte sich, wie unglaublich wertvoll die Zeit ist, die uns in diesen zwei Jahren zur Verfügung steht. Der eigentliche Plan war lediglich für fünf bis sechs Tage in Vegas zu bleiben, am Ende waren es dann knapp drei Wochen. Drei Wochen die wir dank den einzigartigen Menschen die wir getroffen haben, niemals vergessen werden. Wir möchten uns nochmal bei Mike, Heather, AJ und Debbie von ganzem Herzen bedanken! Was sie für uns getan haben und wie sie uns aufgenommen haben war einmalig.
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23° | sonnig | km 1439

Unglaublich!

am 2017-03-16 in
Nach einer tollen Zeit in Vegas war es dann soweit, wir sind aufgebrochen um die National Parks von Utah zu erkunden. Als erstes stand der Zion National Park auf dem Plan. Dort angekommen, suchten wir nach einem Campingplatz, da wild Zelten in den Parks verboten ist. Obwohl der gesamte Zeltplatz für uns einen ziemlich leeren Eindruck machte, begrüßten uns Schilder mit der Aufschrift "Ausgebucht" in der Einfahrt. Davon ließen wir uns allerdings nicht entmutigen und fuhren trotzdem zum kleinen Häuschen für die Anmeldung. Die Parkangestellte meinte allerdings, dass es leider keine Möglichkeit gibt hier zu übernachten, da - Überraschung - der Platz ausgebucht sei. Doch gerade als wir die Motoren starten und umdrehen wollten, verließ ein Auto den Campingplatz und eine Parzelle wurde für uns frei. Hinter uns befand sich noch ein nettes Pärchen, die ebenfalls nach einem Stellplatz suchten und so beschlossen wir kurzerhand, dass wir den gerade frei gewordenen Platz einfach teilen können.
Als wir unsere Zelte aufschlugen, wurde uns auch sofort klar, warum der ausgebuchte Stellplatz so einen leeren Eindruck machte. Die Größe einer Parzelle reichte für ungefähr zwei überdimensionierte Camper, oder 8 Zelte. Es gab eine eigene Lagerfeuerstelle und Bänke pro Stellplatz.

Nachdem wir am nächsten Tag ein wenig im Zion herum gewandert sind, ging es weiter zum Bryce Canyon und gegen Abend suchten wir uns einen Schlafplatz nahe der Slot Canyons bei Escalante. Der Weg zum Slot Canyon war ein schmaler, ungefähr 4 Kilometer langer Trampelpfad. Um uns einen weiten Fußweg zu sparen, entschlossen wir diesen so weit wie möglich mit den Motorrädern zu fahren, was eine anstrengende, aber lustige Aktion in völliger Dunkelheit war.
Fabi ist unser Pechvogel wenn es um mit Luft befüllten Gegenstände geht. So hat sein Zelt, sein Kopfkissen und sein Reifen mehrmals diverse Löcher aufgewiesen und an diesem Abend hat sich seine Matratze dazu gesellt. Irgendwie hat er es geschafft den einzigen und bestens getarnten kleinen Kaktus zu finden und darüber sein Zelt zu platzieren. Die Matratze konnte dem nicht stand halten.

Eine etwas unbequemere Nacht später wanderten wir am nächsten Tag zum Slot Canyon, kämpften uns danach zurück auf die Straße um weiter zum Arches National Park zu düsen. Doch zuvor machten wir dank einem Tipp noch einen kurzen Halt im Goblin Valley. Die Felsformation ist einzigartig und sonst nirgendwo auf der Welt zu finden.
Die Straßen waren lang und gerade und so machten wir gut Strecke. Der Park selbst war unglaublich eindrucksvoll und die verschiedenen Felsformationen ließen einen staunen.
Unser Weg nach Sedona führte uns noch am Monument Valley vorbei, wo wir uns den Eintritt für den Park jedoch sparten, da es Hauptsächlich lange Wanderwege waren und wir nicht zu spät in Sedona ankommen wollten. Dort warteten nämlich bereits Mike, Heather, Debbie, AJ und die Kids auf uns. Länger als drei Tage konnten wir uns nicht trennen und planten so die nächsten paar Tage gemeinsam in der kleinen Stadt Sedona zu verbringen.
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25° | sonnig | km 0

Sedona und der Canyon

am 2017-03-20 in Vereinigte Staaten von America
Die letzten Kilometer nach Sedona legten wir auf einer sehr kurvigen Landstraße in völliger Dunkelheit zurück. Heather, Mike und der Rest der Truppe warteten in der Stadt in einem Restaurant auf uns. So gab es erst mal ein gutes Abendessen um wenig später zum Haus zu fahren.

Da es bereits Dunkel war, konnten wir zwar die Landschaft nicht mehr sehen, aber das Haus alleine haute uns schon vom Hocker. Weit oben auf einem Hügel gelegen, großzügige Fensterfronten und insgesamt ganz viel Platz. Um vom oberen Haus zum Gästehaus zu gelangen, durften wir das Golf Kart nehmen um uns den 5 minütigen Fußweg zu sparen - beides wohlgemerkt innerhalb des gleichen Grundstückes. Kurz nachdem wir eingezogen sind, setzten wir uns noch alle zusammen ans Lagerfeuer und unterhielten uns bis spät in die Nacht hinein.

Am nächsten Tag unternahmen wir alle zusammen eine kleine Wanderung auf einen nahe gelegenen Berg, oder besser gesagt einem etwas größeren Hügel. Die Aussicht von dort oben war allerdings traumhaft. Deutlich spannender war dann allerdings der Rückweg, da AJ mit uns einen Offroad Weg abbog um uns zu zeigen, wie ein Jeep zu fahren ist.
Wie der Weg in so einen Zustand geraten konnte, war uns allen nicht ganz klar, überall ragten Steine und Felsen aus dem Boden und kein einziger Meter war eben. AJ hatte sichtlich Spaß und malträtierte den Jeep über die Piste, während wir drei heftig durchgeschüttelt wurden und uns gut festhalten mussten. Alle durften wir mal fahren und unseren Spaß haben, nachdem es aber nicht unser Auto war, waren wir etwas zurückhaltender, auch wenn man merkte, dass wir uns gegenseitig anstachelten es immer noch ein bisschen schneller zu versuchen. Auf den letzten Metern nach unten war AJ wieder an der Reihe und es gab kein Halten mehr. Wir flogen aus unseren Sitzen und versuchten uns irgendwie einzuspreizen um nicht aus dem Auto geschleudert zu werden - was für ein Spaß!!! Erstaunlich was so ein Wagen alles aushält... Einzig das Radio ist irgendwann aus dem Schacht geflogen, allerdings war es davor schon nicht mehr ganz in Ordnung.

Einen Tag später stand ein weiterer großer Punkt auf dem Programm: wir fuhren zur Südseite des Grand Canyon. Ausnahmsweise ließen wir die Motorräder stehen und fuhren gemeinsam im Auto dorthin. Wie sich ziemlich schnell zeigen sollte, war das eine sehr gute Idee, denn der Weg ist lang und gerade und das werden wir auf unserer Reise durch die USA sicherlich noch oft genug haben.
Am Grand Canyon angekommen, war die unfassbare Weite und Größe im ersten Moment schwer zu begreifen. Es ist etwas, dass man mit Worten nicht beschreiben kann und auf keinem Bild zur Geltung kommt. Wir wanderten ein gutes Stück den Canyon entlang und genossen die Aussicht in vollen Zügen.
Am Abend besuchten wir noch Don, der eine kleine Sammlung an umgebauten Autos und Motorrädern besitzt. In seiner Männerhöhle fanden wir außerdem noch einen Billardtisch, an dem wir bis in den späten Abend hinein "Three Ball" spielten. Unsere Gemeinschaftskasse war am Ende zwar leer, aber wir hatten unglaublichen Spaß!

Die nächsten zwei Tage bekamen wir ein leckeres, deutsches Frühstück von unserer Nachbarin und weiteren Gastgeberin Birgit. Sie hatte unwahrscheinlich viele interessante und spannende Geschichten zu erzählen. Es war eine wahnsinnig schöne Zeit für uns in Sedona, doch der Abschied viel uns auch nicht allzu schwer, denn eines wussten wir schon zu diesem Zeitpunkt, unser Rückweg führt sicher an Las Vegas und ziemlich sicher auch nochmal an Sedona vorbei.
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15° | sonnig | km 1233

Hallo Flachland und alter Freund

am 2017-03-23 in Vereinigte Staaten von America
Für unsere Verhältnisse machten wir uns an diesem Tag früh am Morgen auf den Weg. Es war noch etwas frisch, aber in voller Montur ziemlich erträglich. In Sedona befanden wir uns auf knapp 1.300 Höhenmeter, doch es sollte noch weit nach oben gehen. Einen Anstieg konnte man nicht erkennen, geschweige waren irgendwo Serpentinen die sich den Berg hinauf schraubten, es ist war eher mit einem überdimensionalen Hochplateau zu vergleichen, was seinen höchsten Punkt bei zirka 2.800 Meter fand. Die Teerstraße war mit einer dünnen Schneedecke überzogen und der Wind peitsche uns ins Gesicht. Dazu setzte leichter Schneefall ein und man sah die Schneeverwehungen vor sich auf der Straße tanzen. Leicht steif gefroren versuchten wir dennoch möglich viel Gefühl an der Gashand zu beweisen und schafften es am Ende ohne Ausrutscher über den Berg zu kommen. Die Abstimmung über eine Nacht im Zelt oder im Motel endete ohne Diskussion 3 zu 0 für das Motel, da wir immer noch weit oben waren und die Temperaturen sich im einstelligen Bereich befanden. Als wir unsere Motorräder kurz darauf parkten, staunten wir nicht schlecht, als wir ein paar Eiszapfen am vorderen Kotflügel entdeckten.

Der nächste Tag war leider nicht recht viel wärmer, allerdings ging es langsam wieder nach unten. Unser Tagesziel war der kleine Ort Socorro in New Mexico, wo Ethan, ein ehemaliger Schulkamerad von Fabi's Austauschjahr in den USA, nun wohnte. Dieser lud uns spontan auf die Abschiedsfeier seines Mitbewohners ein. Auf den Weg dorthin bekamen wir einen Vorgeschmack auf die die Straßen, die uns die nächsten Tage erwarten würden; allesamt lange und gerade...
Am frühen Nachmittag kamen wir bei Ethan an und er zeigte uns erst mal die lokale Bar, die eine die es gab. Alles natürlich in Holzbauweise, die Fenster verdunkelt, eine Barkeeperin die perfekt in dieses Bild gepasst hat und der dazu passende Geruch nach vielen Jahren Betrieb. Schön war's!
Den darauf folgenden Tag fingen wir etwas später an, aber es stand ein wichtiger Punkt auf dem Plan: Fabi's Hinterreifen war am Ende und musste gewechselt werden. Als wir bei Cyclegear ankamen und das Hinterrad ausgebaut war, waren wir doch erstaunt, dass sich da ein wenig Gewebe zeigte. Manchmal unterschätzen wir scheinbar immer noch die vielen Kilometer, die wir in kurzer Zeit fahren. Eine Stunde später war der neue Reifen montiert und wir setzten unseren Tagesausflug fort. Von Ethan bekamen wir den Tip uns Meow Wolf, eine Art Künstlerhaus auf Drogen, in Santa Fe anzuschauen.
Wenige Kilometer bevor wir die Stadt erreichten, machten wir nochmal eine kurze Pinkelpause an einer Raststation. Gerade als wir weiterfahren wollten, quittierte die BMW ihren Dienst vollkommen. Es war kein Muckser mehr zu hören. Ziemlich schnell kamen wir zu dem Ergebnis, dass die Batterie ihren Geist aufgegeben hatte, da es sich eigentlich schon die letzten Tage abgezeichnet hatte. Man mag vielleicht denken, dass wir diese schon früher am Tag ebenfalls bei Cyclegear ersetzen hätten können, doch da hat sie ja noch funktioniert... Leider half nicht mal mehr Fremdstarten, denn sobald man das Kabel entfernte, ging das Moped sofort wieder aus. So machte Fabi sich mit Bastis AT auf den Rückweg nach Albuquerque um eine neue Batterie zu besorgen, während Denis und Basti gemeinsam auf einem Motorrad nach Santa Fe fuhren.
Das Künstlerhaus war ganz witzig, allerdings fehlt uns scheinbar ein wenig Verständnis oder die richtige Dosis um es in Gänze zu genießen. Santa Fe selbst war interessant zu sehen, wirkte allerdings ein wenig künstlich. Wenn man in der Nähe ist, kann man auf jeden Fall vorbei schauen.
Wir machten uns nach ein paar Stunden auf den Rückweg zur Raststätte um uns wieder mit Fabi zu treffen. Dieser hatte die Batterie bereits eingebaut und sein Motorrad wurde wieder zum Leben erweckt. So konnten wir uns gemeinsam, aber jetzt jeder wieder auf seinem Bike, zurück zu Ethan und der WG Feier machen. Mit leichter Verspätung kamen wir in Socorro an und hatten eine sehr lustige und mit roten Plastikbechern stilechte, amerikanische Hausparty.

Da es sehr spät wurde, gingen wir den nächsten Tag sehr gemütlich an. Am späten Nachmittag unternahmen wir einen kleinen Ausflug zu einem nahegelegenen Canyon. Wir wanderten den vorhergehenden Abend einfach Weg. Die Aussicht und die Farben der Felsen bei untergehender Sonne waren traumhaft. Um einen herum immer die unvorstellbare Weite und das tolle Gefühl ganz alleine gerade hier zu sein, also so alleine wie man zu viert in diesem Moment sein konnte ;)
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  • TWT_17-03-27_12-18-38_S10C0018
24° | sonnig / regnerisch | km 1292

Grünes Texas?

am 2017-03-27 in Vereinigte Staaten von America
Wir verabschiedeten uns am nächsten Tag von Ethan und machten uns auf den Weg nach Texas, doch bevor wir die Staatsgrenze überquerten, folgten wir noch einem Tipp von Ethan und besichtigten die weißen Sanddünen. Wir haben nur ein paar Fotos gesehen und waren ziemlich überrascht von der Größe als wir dort ankamen. Am Anfang war es noch eine Teerstraße, diese wurde jedoch irgendwann zu einer gut präparierten Sandstraße. Als wir stehen blieben um ein paar Fotos zu machen und auf den Dünen zu wandern, spürten wir sofort wie unerbittlich die Sonne herunter stach und die Reflexionen vom weißen Sand einen ohne Sonnenbrille nahe zu blind machte. Manche Besucher brachten sogar einen Schlitten und Snowboards mit um damit die Dünen runter zu rutschen, was nach sehr viel Spaß aussah! Wir begnügten uns mit ein paar Fotos und fuhren weiter Richtung Texas.

Wir realisierten nach einiger Zeit, dass wir es an diesem Tag wohl nicht mehr schaffen würden, entschlossen uns aber bis zum Sonnenuntergang weiter zu fahren. Leider trafen wir genau zu diesem Zeitpunkt auf ein riesiges Gebiet, in dem Gas gefördert wurde. Die unzähligen Pumpen waren alle weiträumig eingezäunt, wodurch es sich als äußerst schwierig erwies, einen Zeltplatz zu finden. Kurz bevor es stockdunkel war, stießen wir dann glücklicherweise doch noch auf ein offenes "Gartentor" und bauten unser Zelt hinter einem kleinen Sandhügel auf.

Am nächsten Morgen sahen wir einen erstaunlichen Wechsel der Landschaft, wie wir ihn in der Form niemals erwartet hätten. Innerhalb kürzester Zeit, nachdem wir das trockene und staubige New Mexico verlassen hatten, wurden wir von einem saftig grünen Texas empfangen. Dazu waren wir beeindruckt von den überdimensionalen Feldern, die die Größe eines deutschen Bundeslandes zu haben schienen. Die Maschinen, um diese Felder zu bestellen müssen ziemlich große Ausmaße haben.
Nachdem der Wind mehr und mehr zugenommen hatte und sich tiefschwarze Wolken am Horizont zeigten, entschieden wir tatsächlich mal wieder den Wetterbericht anzuschauen. Es waren schwere Stürme mit Tornado Warnungen vorhergesagt, zum Glück aber ein Stück nördlicher als unsere Route verlaufen sollte. Trotz allem entschieden wir uns am Abend aufs Zelten zu verzichten und in ein Motel zu gehen. Diese Entscheidung stellte sich kurz vorm Schlafen gehen als sehr gut heraus, denn von jetzt auf gleich prasselten sintflutartige Regenfälle auf uns ein!

Als wir aufstanden war es wieder trocken und die Sonne strahlte. So machten wir uns auf den Weg nach San Antonio um eine kleine Stadtbesichtigung zu unternehmen und den Kriegsschauplatz der Schlacht um Alamo zu besuchen.
Der Weg dorthin war fast die Perfektion der kürzesten Strecke, von Punk A nach B. Wir wollen allerdings bei der Wahrheit bleiben und nicht übertreiben, denn zwei bis drei Kurven waren schon dabei, eher Biegungen als Kurven...
In San Antonio angekommen, besuchten wir als erstes das Fort Alamo. Das aus einer ehemaligen spanischen Missionsstation errichtete Fort wurde durch die Schlacht von Alamo berühmt, als die Texaner den Mexikanern in eigentlich hoffnungsloser Unterzahl hohe Verluste bescherten und so entscheidend zur texanischen Unabhängigkeit beitrugen. Es war auf jeden Fall interessant, auch mal ein Stück amerikanischer Geschichte vor Ort zu sehen.

Danach spazierten wir noch ein wenig durch die überraschend tolle Innenstadt. Ein Kanal schlängelt sich mit zahlreichen Restaurants und Cafes am Ufer durch den Stadtkern. Wir spazierten die Promenade entland, bestaunten ein paar vorbeifahrende Gondeln und beschlossen in dieser tollen Atmosphäre auch gleich zu Abend zu essen. Es war definitiv eine der schönsten Städte die wir bisher besucht hatten!

Im Anschluss fuhren wir ein paar Meter aus der Stadt raus, um endlich mal wieder eine Nacht im Zelt zu verbringen. Wir fuhren an unendlich großen Grundstücken vorbei, auf welchen meistens mehr als ausreichend Platz zum zelten gewesen wäre, das gesamte Areal aber immer eingezäunt war. Am Ende fanden wir dann aber doch noch eine kleine Nische, ein paar Meter von der kaum befahrenen Straße weg, wo wir unser Zelt aufbauen konnten. Noch eine kleine Randnotiz, auch wenn wir es ungemein schön fanden, wieder im Grünen zu sein, so sollten wir auch gleich wieder einen großen Nachteil entdecken, der uns auf keinen Fall gefehlt hat: die Mücken waren zurück...
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28° | sonnig | km 2017

Houston, wir haben KEIN Problem!

am 2017-03-31 in Vereinigte Staaten von America
Auf dem Weg von San Antonio nach Houston fanden wir ein paar kleinere Farmerstraßen und waren ziemlich positiv überrascht von der Landschaft. Wir erwarteten lange, staubige Landstriche, doch es war saftig grün und viele Bäume entlang der Straße. In Houston suchten wir uns ein nettes Hotel um am nächsten Tag das NASA Space Center mit dem berühmten Kontrollzentrum und einer Replik des Space Shuttles zu besuchen.

Selbst wenn man wie wir nicht allzu viel über das Space Shuttle Programm und die Raumfahrt an sich weiß, war das Museum doch sehr interessant und den Besuch auf jeden Fall wert. Es gab verschiedene Shows, Touren und einige Ausstellungsstücke die im Weltraum verwendet wurden. Die drei Hauptattraktionen waren die Saturn V Rakete, eine Replik des Space Shuttles und natürlich das jedermann bekannte Kontrollzentrum. Es war sehr spannend die Geschichten und Hintergründe zu diesem Teil zu hören und die original Ausrüstung direkt vor sich zu sehen. Was uns am Ende allerdings am meisten zum Staunen brachte war die schiere Größe und Dimension der Saturn V Rakete. Kaum vorstellbar, dass dieses riesen Drumm überhaupt vom Boden abheben konnte.

Am nächsten Tag besuchten wir einmal mehr Cycle Gear, wo Gus uns bereits erwartete. Dort fand an diesem Tag das jährliche Event "Go Ride" statt, wo wir als Gäste eingeladen waren. Wir hatten einen tollen Tag und trafen einige Leute mit denen wir uns über Reiseerfahrungen austauschten. Vielen Dank an dieser Stelle an Gus und Cycle Gear, dass wir die Möglichkeit hatten an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Wir verabschiedeten uns den Tag darauf von Houston um nach abermals vielen Kilometern Geradeausfahrt in der Stadt New Orleans einzutreffen, über die wir im Vorfeld ausschließlich Gutes gehört haben und wir unbedingt sehen wollten. Da uns vor allem das Nachtleben ans Herz gelegt wurde, entschieden wir uns ziemlich Zentral eine Unterkunft zu suchen. Das diese ein paar Dollar teurer werden wird, nahmen wir in Kauf, aber dass die Parkgebühren zwischen 20$ und 30$ pro Motorrad liegen sollten, brachte uns dann doch etwas aus dem Konzept. Am Ende schafften wir es wenigstens eine Garage zu finden, in der wir alle drei Motorräder für zusammen 30$ unterbringen konnten.
Es gibt zwei Möglichkeiten das Nachtleben in New Orleans zu erleben. Die erste ist die ältere und kulturell interessantere Frenchmen Street. Dort findet man unzählige Jazz Clubs, Restaurants und Straßenmusikanten. Im Gegensatz dazu steht die Bourbon Street, in der die Bars und Feiern im Vordergrund stehen und man von einer verrückten Lokalität in die nächste stolpert. Natürlich besuchten wir beide und beide hatten ihren Charme. Mehr Zeit verbrachten wir allerdings in der Bourbon Street in der wir es endlich auch schafften auf einem elektronischen Bullen zu reiten. Ein sehr lustiger Abend!
Was an der Stadt selbst faszinierend war, dass sie so ganz anders ist, als die restlichen Städte Amerikas die wir bisher gesehen haben. Für uns war es jedoch nicht ganz so außergewöhnlich wie wir von vielen Seiten im Voraus gehört haben, vielleicht waren die Erwartungen ein wenig zu hoch, oder wir sind einfach Kulturbanausen. Wobei man die Bourbon Street nicht unbedingt zu einem kulturellen Highlight zählen sollte ;)

Am nächsten Tag standen wir für unsere Verhältnisse etwas früher auf, da das nächste Ziel Orlando noch ein paar Tage weg war und dort Bastis Freundin Olga eintreffen sollte. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp in Mobile, Alabama, da dort unser neues, heiß ersehntes Fahrwerk von Wilbers bereits auf uns wartete.
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27° | sonnig | km 752

Mickey Maus

am 2017-04-07 in Vereinigte Staaten von America
Unzählige Kilometer geradeaus lagen hinter uns, als wir endlich in Orlando ankamen. Wir waren allerdings nicht nur aufgrund der Vergnügungsparks hier, sondern mussten uns auch um unsere Fortbewegungsmittel kümmern. Denis und Basti tauschten die von Wilbers gelieferten Federbeine, Denis zusätzlich noch die Federn der Gabel. Fabi musste leider noch bis Daytona Beach warten, da vor dem Tausch ein kleiner Umbau an seinen Federbeinen nötig war.

Basti war die nächsten zwei Tage beschäftigt herauszufinden, wann genau seine Freundin in Orlando ankommen würde. Da Olga ein Standby Ticket nutzte, konnte sie den ersten Flieger nicht nehmen, da bereits alle Sitze belegt waren. Das Ganze zog sich bis zum Sonntag, wo sie glücklicherweise den zweiten Flug erwischte. Während Basti und Olga deshalb etwas gestresst wirkten, gingen Fabi und Denis ein bisschen GoKart fahren. Für Denis war es das erste mal mit einem Elektrokart, wovon er eigentlich nicht begeistert war, bis er bemerkte, dass die E-Karts den Gewichtsunterschied zwischen ihm und Fabi wett machen. So fuhren wir Runde um Runde bis die Arme brannten. Bis zum Ende versuchten wir alles den Rundenrekord zu brechen, mussten uns aber um zwei Zehntel (Fabi) und vier Zehntel (Denis) geschlagen geben. Allerdings haben wir uns gleich das Zehnerpaket geholt und es gibt mehrere Strecken über die USA verteilt, Fortsetzung folgt...

Mit leichtem Muskelkater fuhren wir am nächsten Tag zu Cycle Gear, um die von Olga mitgebrachten Ersatzteile zu verbauen. So wechselte Fabi - !endlich! - seine seit Tadschikistan gebrochene Felge und Denis seine vorderen Bremsscheiben, die der Bezeichnung "schwimmend gelagert" alle Ehre verliehen. Da die Reise immer wieder gut für Überraschungen ist, stellte Denis fest, dass sein hinteres Rad schon wieder etwas Spiel hatte und wohl das Radlager zum dritten mal kaputt sei. Kein Problem, denn ein Ersatzlager fährt er seit der Mongolei spazieren. Als nach kurzer Zeit das Neue eingebaut war machte sich Ernüchterung breit. Nicht nur das Lager war defekt, sondern die ganze Narbe so ausgeschlagen, dass das Lager nicht mehr fest saß. Einen kurzen, nach Hilfe suchenden Anruf bei unserem Mechaniker Team in Vegas später, war klar, dass es temporär mit Loctite's "Sleeve Retainer" repariert werden kann. Während dieser ganzen Aktion war Basti mit Olga Motorradklamotten einkaufen. Wir lassen an dieser Stelle mal offen, wen es härter getroffen hat.

Leider hatten alle Autozubehörläden schon geschlossen, sodass wir den "Lagerkleber" erst am nächsten Tag kaufen konnten. Basti und Olga haben in der Zwischenzeit Mickey Maus einen Besuch abgestattet und verbrachten den Tag in Disney World. Die Thematisierung der verschiedenen Bereiche ist unglaublich und schon nach kurzer Zeit tauchte man in eine völlig andere Welt ein. Die Fahrgeschäfte dagegen halten den Adrenalinspiegel doch eher weit unten, aber zum Ende raus ist Basti um ein paar Jahre jünger geworden und hat ebenfalls angefangen allen Leuten mit einem leicht debilen Grinsen zu winken. Insgesamt ist Disney World eher für Familien mit Kindern, einen Besuch war es aber allemal Wert.
Denis Reparaturaktion sah vielversprechend aus, denn bereits nach einer Stunde Trocknungszeit ist das Lager wieder fest gewesen, bis zur völligen Aushärtung dauerte es allerdings 24 Stunden. Da wir nicht zu viert dem Kleber beim Trocknen zuschauen wollten, beschlossen Basti und Olga am nächsten Tag schon mal weiter Richtung Everglades zu fahren und Fabi und Denis entschieden sich nach langem Überlegen einen Tag im SeaWorld zu verbringen.

Hauptsächlich dachten wir, wir schauen ein paar Fischis beim Schwimmen zu und schlagen die Zeit tot, doch als wir gleich am Morgen die ersten drei Achterbahnen im SeaWorld fuhren war unser Adrenalinspiegel ganz weit oben! Fabis Magen dagegen befand sich eher am Boden. Um sich zu erholen streichelte er erst mal ein paar Stachelrochen, was wahre Wunder bewirkte. Danach war er wieder fit um die Shows zu besuchen. Als erstes waren die Seelöwen dran, was ganz witzig war, danach die berühmte Orcas, die uns wirklich staunen ließen. Die Aufführung war beeindruckend und man hatte den Eindruck, dass die Trainer eine unglaublich starke Verbindung zu den Tieren hatten. Fabis Magen erholte sich und wir konnten noch ein paar Runden mit der Achterbahn drehen, anstehen mussten wir zum Glück so gut wie gar nicht. Zum Abschluss besuchten wir noch die Delfin Show und machten uns danach auf den Heimweg. Der Tag war unwahrscheinlich viel spannender und lustiger als wir es am Anfang erwarteten!
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  • TWT_17-04-13_11-46-05_GOPR2465
30° | sonnig | km 1

Key West und zurück

am 2017-04-13 in Vereinigte Staaten von America
Die Reparatur von Denis Felge hat gut funktioniert und so konnten wir mit einem Tag Verspätung zu Basti und Olga nach Naples aufschließen. Basti genoss seinen Geburtstag solange bei einer Runde Jet Ski, wo er und Olga tatsächlich Delphine beobachten konnten. Abends stoßen wir dann alle zusammen an.

Der Weg runter nach Key West führte uns durch die Everglades, wo wir das erste mal Krokodile und Alligatoren in freier Wildbahn sahen. Die Lust aufs Baden verging uns erst einmal.
Am frühen Nachmittag bogen wir ein letztes mal nach rechts ab, denn die nächsten 170 Kilometer hieß es mit 65 km/h und fast durchgehendem Überholverbot bis runter zu den Keys tuckern. Eine gefühlte Ewigkeit später sind wir dann endlich bei Peter angekommen. Der Kontakt zu Peter ist entstanden, als Fabi in Chiang Mai, Thailand unterwegs war und dort einen Abend lang Olaf von unserer Tour erzählte. Olaf meinte, Peter sei ein Freund von ihm und wir könnten bei ihm schlafen, wenn wir in Florida sind. Ungefähr vier Monate später war es dann soweit und wir standen bei Peter vor der Haustür. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und hatten eine lustige Zeit zusammen. Er zeigte uns die interessanten Punkte auf der kleinen Insel und verbrachte ein wenig Zeit mit uns. All zu viel unternahmen wir nicht, sondern entspannten eher ein wenig. Unter anderem unternahmen wir eine kleine Bartour in der Duval Street, hingen am nächsten Tag ein bisschen am Strand herum und genossen am Abend den Sonnenuntergang am "Sunset Pier". Vielen Dank an Peter, der uns mit offenen Armen empfangen hat und uns den Aufenthalt unglaublich schön gemacht hat!

Nach nur drei Tagen ging die Reise für uns zurück in den Norden, zurück in die Everglades. Eine Bootstour wollten wir uns dort nämlich nicht entgehen lassen! Die erste Tour ging mit einem Tuckerboot aufs offene Wasser. Wir konnten ein paar Krokodile und Alligatoren sehen, sonst waren hauptsächlich Vögel unterwegs. Das Highlight war die Finne eines kleineren Hai. Diese Tour war insgesamt eher mäßig interessant. Der Everglades National Park ist ein unendlich weites Sumpf- und Feuchtgebiet, in dem die verschiedensten Tierarten leben. Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir einen Abstecher auf einer Schotterpiste gemacht und nur gut einen Meter neben der Straße lag ein geschätzt drei Meter langes Krokodil. Wir stiegen ab um Fotos zu machen. Leider war das Krokodil eher weniger begeistert und glitt ziemlich zügig ins Wasser. Von uns wäre jeder bereit gewesen einen Sprint einzulegen, immer in der Hoffnung nicht der langsamste in der Gruppe zu sein.
Wenig später kamen wir bei der Everglades Alligatoren Farm an, die auch Airboat Fahrten anboten. Außer einem Leguan und einem Kaimanen gab es zwar nicht viel zu sehen, dafür machte die Fahrt umso mehr Spaß und unser Fahrer hätte kaum besser auf dieses Boot passen können. Alle Insassen kamen durchnässt, aber bestens gelaunt zurück zum Steg.

Wir mussten nur einmal umfallen und waren in Miami, wo wir eine verhältnismäßig günstige Unterkunft über AirBnB bekommen hatten. Wir kamen ausnahmsweise früh an, unternahmen aber nicht viel und genossen eher das Gefühl, mal wieder in einem Haus mit Garten zu sitzen und ließen uns so langsam in den Abend treiben. Den Tag darauf drehten wir eine kleine Runde mit den Mopeds am berühmten Ocean Drive und warfen einen Blick auf den weißen Strand von Miami Beach. Basti und Olga waren etwas aktiver und erkundeten noch Downtown, den South Pointe Beach und die Lincoln Road, Miami Beach's Shoppingstraße.

Am Abend trafen wir uns mit Evan, einem Kumpel von Basti, den wir das letzte mal vor drei Jahren auf der Wiesn gesehen hatten. Eigentlich war geplant früh ins Bett zu gehen, doch Evan zeigte uns noch eine tolle Bar und schon wollte keiner mehr heim...
Wir machten uns den Tag darauf daher erst gegen Mittag auf den Rückweg nach Orlando, wo wir bereits wenige Stunden später ankamen, denn die Straßen waren immer noch... ja... kerzengerade, dafür aber wenigstens auch flach.

Die Zeit ist mal wieder verflogen und so hieß es sich von Olga nach knapp zwei Wochen wieder zu verabschieden. Wir planten noch ein paar Tage in Orlando zu bleiben, da Fabi Probleme mit dem ESA seiner BMW hatte und zum Händler wollte und wir auch noch die Universal Studios besuchen wollten.
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  • TWT_17-04-22_18-10-09_DSC_0420
25° | sonnig | km 187

Hogwarts und ein paar Butterbiere

am 2017-04-22 in Vereinigte Staaten von America
Ein alter Arbeitskollege von Maurer, der in Orlando wohnt hat uns eingeladen am Wochenende mit ihm zusammen auf ein deutsches Frühlingsfest zu gehen, auf dem tatsächlich Münchner Bier ausgeschenkt wurde. Er musste keine große Überzeugungsarbeit leisten und so waren wir natürlich sofort dabei. Nachdem das Fest ziemlich weit weg von unserem Hotel war, entschieden wir uns nur eine Maß zu trinken und mit den Mopeds zu fahren. Es ist doch erstaunlich, wie man sich nach mittlerweile ein paar Jahren Lebenserfahrung, immer noch ohne mit der Wimper zu zucken selbst anlügen kann!
Unsere Fahrtauglichkeit hat sich innerhalb der ersten Stunde verabschiedet und wir entschieden die Motorräder über Nacht auf dem Parkplatz stehen zu lassen. Das Frühlingsfest machte, wie daheim, natürlich viel zu früh Feierabend, wodurch wir mehr oder weniger gezwungen waren noch in eine Bar weiter zu ziehen. Es wurde ausgelassen gefeiert und Denis vollbrachte noch die Glanztat, sein Handy zu verlieren, was ihm aber erst am nächsten Tag auffiel. Zum Glück hat ein ehrlicher Finder es bei der Barkeeperin abgegeben.

Nach einem Ruhetag galt es den Adrenalinspiegel im Universal's Island of Adventure Achterbahnpark wieder etwas anzuheben. Fabi und Basti waren bereits vor einigen Jahren schon mal hier und konnten es kaum erwarten wieder in die Achterbahnen zu steigen. Der Park selbst hat einiges umgebaut seit den letzten elf Jahren in welchen Fabi das letzte mal hier war. Vor allem der komplett neu gebaute Harry Potter Bereich war faszinierend zu sehen. Wir waren beeindruckt wie detailgetreu "Hogsmeade" gebaut wurde und fuhren als erstes die rote und blaue Drachenachterbahn. Basti hat es sicherheitshalber bei einer Fahrt belassen, da leichte Übelkeit drohte aufzusteigen.
Wir schafften es jedes interessante Fahrgeschäft mindestens einmal zu fahren, die wirklich spannenden auch öfter. Die Wasserrutschen waren dagegen ein ganz neues Erlebnis, denn wird man bei uns normalerweise nur ein bisschen angespritzt, steigt man hier pitsch nass aus! Vor allem die Popeye hat es in sich. Um uns trocken zu föhnen sind wir am Ende die Hulk Achterbahn mehrere male hintereinander gefahren, denn anstehen mussten wir nicht länger als zwei Minuten.
Wir hatten unglaublich viel Spaß, das einzige was uns ein wenig Staunen ließ, war die Tatsache, dass die die härteren Bahnen im SeaWorld standen.

Zusammengerechnet mit dem ersten mal, verbrachten wir knapp zwei Wochen in Orlando, darum war es höchste Zeit wieder aufzubrechen und unsere Reise fortzusetzen.
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  • TWT_17-04-26_12-34-04_DSC03038
27° | sonnig | km 782

Viele neue Sachen

am 2017-04-26 in Vereinigte Staaten von America
Der Weg führte uns geradewegs nach Norden, doch bevor wir Florida verlassen sollten, machten wir noch Halt in Daytona Beach um Fabis Federbeine tauschen und Bastis Gabel warten zu lassen. Bevor es an die Arbeit ging, genossen wir erst einmal den Pool im Hotel und drehten eine Runde mit den Motorrädern am Strand. Eine neue Erfahrung für uns! Man zahlt ein paar Dollar "Eintritt" und kann dann mit 15 Meilen - was ungefähr zweitem Gang Standgas entspricht - den ewig breiten Strand für mehrere Kilometer entlang fahren, wobei man von mobilen, hölzernen Verkehrsschildern immer wieder auf der Spur gehalten wird.

Den Tag darauf hatten wir einen Termin bei Herman vonWheels and Wings, da die originalen Federbeine von Fabi mit denen von Wilbers zusammen gebastelt werden mussten. Außerdem mussten auch noch die Federn und das Öl von Bastis Gabel getauscht werden. Wir staunten nicht schlecht, als wir ein halb zerlegtes Flugzeug in der Garage von Herman vor fanden, da wir dachten, dass das "Wings" in seinem Namen für die Honda Flügel steht...
Die Arbeit an Fabis Moped war zwar schweißtreibend, machte aber auch viel Spaß. Das hatten wir maßgeblich Herman zu verdanken, denn er stellte uns seine komplette Garage samt Werkzeug zur Verfügung und stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite. So verbrachten wir einen lustigen Tag beim Motorradschrauben und die circa acht Stunden vergingen wie im Flug. Am Ende hatte die BMW ein neues Top-Fahrwerk und auch Bastis Honda war nun auch komplett mit Wilbers Federn unterwegs. Für eine ausgiebige Testfahrt mussten wir allerdings noch ein wenig Geduld aufbringen, da sich weder eine geeignete Offroad Strecke, noch Bergpässe vor der Haustüre befanden.

Kurz bevor wir die Staatsgrenze zu Georgia erreichten, statten wir dem Hersteller Oxford noch einen kurzen Besuch in Jacksonville ab. Die Heizgriffe von Basti und Denis waren nach 60.000 Kilometern nur noch ein einziger Gummibrei und wir bekamen freundlicherweise jeweils ein neues Paar gesponsert, dieses mal aber ein anderes Model, bei dem das Problem nicht mehr auftreten sollte.
Nachdem wir gerade dabei waren, schlecht gegen neu und besser zu tauschen, nahmen wir uns auch noch unsere Drohne vor. Die alte Parrot Bebop 2 hatte ein Problem mit dem Autofokus, also entschieden wir uns diese nach Deutschland zu schicken und zurück zu geben. Dadurch dass wir das ganze Geld heraus bekamen und von DJI und Built Drones ein wenig gesponsert wurden, konnten wir unsere alte gegen die DJI Mavic, welche um Welten besser und kompakter ist, sozusagen kostenfrei eintauschen.
Am Abend starteten wir einen kleinen Testflug und waren sofort begeistert! Wir konnten es kaum erwarten, endlich wieder gute Drohnenaufnahmen für unser nächstes Video zu erzeugen.
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  • TWT_17-04-30_16-02-17_DSC03119
21° | sonnig / regnerisch | km 1365

Kurven?!

am 2017-05-02 in Vereinigte Staaten von America
Von unserem Campingplatz inmitten einer Aufforstung ging es weiter und die Kompassnadel zeigte stetig auf Norden. Zum Frühstücken hielten wir in einem Wendy's im kleinen Nest Greensboro, Georgia. Es hatte den Anschein, als ob dort der ortsansässige Rentnerclub gerade ein Treffen abhielt. Nach einer Weile kam ein Pärchen auf uns zu und meinte, sie hätten anhand unserer Aufsticker der Jacken unsere Homepage besucht und seien sehr begeistert von unserer Tour. Der Mann drückte Denis mit einem freundlichen Lächeln 5 Dollar in die Hand und wünschte uns allen eine Gute Reise. Selbst nach einem Jahr ist es für uns manchmal noch erstaunlich, was für unwahrscheinlich nette Menschen man trifft. Das lässt einen immer mal wieder darüber nachdenken, wie man selbst in einer solchen Situation handeln würde.

Unser Ziel war der Tail of the Dragon, 318 Kurven auf nur 17 Kilometer! Wir konnten es kaum erwarten, doch dieser lag noch einen Tag von uns entfernt. Zu unserer großen Freude stellten wir nach unserem Frühstück allerdings fest, dass wir gar nicht mehr so lang warten mussten. Die Landschaft änderte sich völlig im Vergleich zu den letzten Wochen. Die ersten Berge machten sich bemerkbar, wir fuhren durch Wälder, alles um uns herum war grün und die unendlich langen geraden Straßen lagen hinter uns. Kurve um Kurve legten wir Kilometer zurück, das teils stoische Dahinfahren wich purem Fahrspaß und wir wollten kaum noch für Fotos oder Videos stehen bleiben.

Am Abend machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Zeltplatz und bogen in eine kleine Schotterstraße ein, die sich einem Fluss entlang wand. Leider war jedoch alles im Privatbesitz und ein traumhaftes Ferienhaus mit riesiger Grünfläche stand am nächsten. So fragten wir jemanden, der uns mit seinem Auto entgegenkam, ob er wüsste wo wir Zelten könnten. Steve, der Autofahrer, zögerte nicht lange und meinte er komme gerade von seiner Schwester Loretta, die nur wenige Meter entfernt ein nettes Haus direkt am Fluss hat und wir sollen ihm folgen. Gesagt, getan. Zwei Minuten später parkten wir unsere Motorräder vor einem Haus, dass den Anschein machte, als ob es gerade aus einer Filmkulisse herausgeschnitten wurde. Loretta kam heraus und staunte nicht schlecht als sie die Motorräder sah. Steve erzählte ihr kurz unsere Geschichte und dass wir nach einer Bleibe für die Nacht suchten. Sofort bot sie uns an, dass wir unsere Zelte auf ihrem Grundstück aufschlagen und die Nacht bleiben könnten. So erledigten wir noch einige Einkäufe und verbrachten gemeinsam einen netten und lustigen Grillabend mit anschließendem Lagerfeuer.

Da es am nächsten Tag bis zum frühen Nachmittag regnete, verspätete sich unsere Abfahrt etwas, wodurch wir erst am übernächsten Tag unser Ziel, den Tail of the Dragon, erreichten. Am Parkplatz am Anfang wird man vom "Baum der Schande" begrüßt, an dem unzählige Motorradteile hingen, die dem kurvigen Abschnitt zum Opfer gefallen sind. Wir blieben zum Glück verschont und konnten die Strecke in vollen Zügen genießen. Es war ein tolles Erlebnis, auch wenn uns der Weg dorthin und danach durch die Great Smokey Mountains mindestens genau so gut, wenn nicht besser gefallen hat. Noch am Abend erreichten wir Knoxville in Tennessee, wo wir am nächsten Tag unsere Reifen nach über 20.000 Kilometer gegen neue Heidenaus tauschten. Außerdem konnte Denis endlich seine notdürftig reparierte Felge gegen die von Honda USA gesponserte tauschen, die er ja nur seit ungefähr 1.500 Kilometer spazieren fuhr.

Von Knoxville aus führte uns der Weg die nächsten vier Tage ohne Zwischenfälle durch eine wunderschöne, kurvige und bergige Landschaft u.a. entlang des Blue Ridge Parkway und dem unglaublichen Skyline Drive durch den Shenandoah National Park direkt nach Washington DC. Nur einmal wurde Denis und Fabi von der Polizei aufgehalten, da sie im Überholverbot und scheinbar etwas zügig einige Autos passiert haben. Nachdem der freundliche Polizist allerdings festgestellt hatte, dass wir nicht aus den USA kommen, klärte er uns auf, dass man nur bei der gestrichelten und eben nicht bei der durchgezogenen Linie in den Staaten überholen darf. Wir zeigten uns dankbar für die Aufklärung, entschuldigten uns anständig und durften mit einer Verwarnung weiterziehen.
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  • TWT_17-05-12_12-39-45_DSC03356
21° | sonnig / regnerisch | km 0

Die Heimat des Präsidenten

am 2017-05-09 in Vereinigte Staaten von America
Schon nach wenigen Metern, die wir in Washington D.C. zurück gelegt haben, waren wir begeistert von der Stadt. Sie erinnerte uns ein bisschen an München, denn es waren zum ersten mal Häuser, die nicht den Eindruck machten, als wäre alles künstlich angelegt worden, sondern historisch gewachsen. Unzählige Bäume und große Parks waren ebenfalls vorzufinden und überall waren Radlfahrer zu sehen.

Basti und Denis sind bei Vincent, einem Kumpel von Basti untergekommen, Fabi bei Rick, den wir ein paar Wochen vorher in New Mexico auf der Abschiedsfeier kennen gelernt hatten. So trennten wir uns kurz nach der Ankunft in DC temporär, trafen uns am Abend aber nochmal zusammen mit unseren Gastgebern auf ein paar Bier bei entspannter Live Musik.
Am Tag darauf landete Fabis Freundin Steffi in der Hauptstadt, die uns für die nächsten drei Monate begleiten würde. Der Plan war es, für Steffi möglichst bald ein Motorrad zu kaufen, womit sie von Ost nach West mitreisen könnte und dieses in Las Vegas wieder zu verscherbeln. Doch bevor das alles passieren sollte, unternahmen wir erst einmal ein wenig Sightseeing.
Ganz oben auf dem Plan stand natürlich das Weiße Haus. Als wir uns langsam näherten deutete eher die Touristentraube davor darauf hin, dass wir mehr oder weniger bereits davor standen. Es ist deutlich kleiner als wir es uns vorgestellt hatten, dennoch war es ein tolles Erlebnis den Präsidentenpalast einmal persönlich zu sehen, ungeachtet dessen, wer zu diesem Zeitpunkt drin saß. Wir setzten unsere Tour fort um die weiteren Sehenswürdigkeiten zu sehen, wie das Washington Monument, das Lincoln Memorial und das Korean War Veterans Memorial. Zum Kapitol schafften wir es aufgrund von stark einsetzendem Regen leider nicht mehr und besuchten das Air and Space Museum, was deutlich interessanter war als anfangs gedacht. Gerade die Geschichte über die Gebrüder Wright faszinierte uns. Nach einigen zurückgelegten Kilometern ließen wir es dann auch gut sein mit der Bildung und erkundeten noch zusammen mit Vincent und seinen Freunden ein wenig das Nachtleben.

Am nächsten Tag brachten Basti und Denis einen Gewaltmarsch hinter sich und besuchten noch den Nationalfriedhof Arlington, auf dem unter anderem die Kennedys begraben liegen, der "Unbekannte Soldat" und vor allem viele Kriegshelden. Das Wetter spielte zum Glück auch mit und so konnten dieses mal auch das Kapitol noch im Sonnenuntergang bestaunen. Wir dürften an diesem Tag um die 25 Kilometer gelaufen sein und waren am Ende sehr froh wieder daheim zu sein. Insgesamt haben wir sehr viel von Washington D.C. gesehen und waren begeistert von der Stadt. Sie hat uns ein kleines Stück an daheim erinnert und dank Vincent und Rick hatten wir einen tollen Aufenthalt. Vielen Dank Jungs!

Der Städtetrip war allerdings noch nicht vorbei, als nächstes ging es in die Stadt, die niemals schläft.
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  • TWT_17-05-15_08-48-54_S10C0075
24° | sonnig | km 367

Working on a dream

am 2017-05-15 in Vereinigte Staaten von America
Der Weg von D.C. nach New York war eher unspektakulär und so brachten wir die Interstate/Highway Etappe in einem Tag hinter uns, um uns am nächsten Tag gut ausgeruht die Stadt anschauen zu können.

Nachdem Heather zur gleichen Zeit in New York war, dachten wir einen lokalen Tour Guide zu haben. Wie sich herausstellte waren ihre Touristenführer Qualitäten allerdings eher mangelhaft. So spazierten wir als erstes ein paar Meter durch den Central Park, um danach die 7th Avenue durch die Hochhäuserschluchten Richtung Time Square zu laufen. New York beeindruckte uns sehr und gerade Denis war sehr begeistert von den Hochhäusern und der Atmosphäre. Kurz vor Sonnenuntergang fuhren wir 86 Stockwerke nach oben, um New York vom Empire State Building aus zu sehen. Ein einmaliger Ausblick, die Wolkenkratzer wurden anfangs noch rot von der Sonne angestrahlt und nur wenige Minuten später konnte man beobachten, wie langsam die Lichter in der Stadt angingen.
Durch unglaubliche Zufälle erreichte uns dann noch die Info dass Bruce Springsteen Interesse an einem Treffen am nächsten Tag hätte. Wir konnten unser Glück kaum fassen und waren schon sehr gespannt wie es wohl werden würde.

Als Treffpunkt hatte er eine Ecke mitten in New York gewählt. Wir waren uns nicht sicher ob er alleine, mit Agent, im Auto oder zu Fuß kommen würde. So standen wir da als uns plötzlich jemand von hinten anredete und meinte "Are you the guys I think you are?". Da stand er, Bruce Springsteen, mit Sonnenbrille, einem Grinsen und ganz allein. Nachdem wir uns kurz Hallo sagten, brachte er uns in ein Café zwei Straßen weiter und wir Frühstückten gemeinsam. Wir wollten vermeiden die gleichen Fragen zu stellen, wie jeder andere, also erzählten wir ein wenig von unserer Tour und sprachen über seine Motorräder, Touren die er unternommen hat und eventuell doch die ein oder andere Frage die er schon tausend mal beantwortet hat ;)
Nachdem Springsteen auch ein begeisterter Motorradfahrer ist, wollte er noch einen kurzen Blick auf unsere Motorräder werfen. Diese Gelegenheit nutzten wir, um ihn nach einem vielleicht etwas ungewöhnlicherem Autogramm auf unseren Tanks und Koffern zu fragen. So kam der kurz vor dem Treffen gekaufte Stift zum Einsatz und wir haben ein unvergessliches und einmaliges Andenken bekommen. Nach einer Stunde war alles vorbei, Bruce verabschiedete sich und verschwand unter den Menschenmassen der Stadt. Was für ein Erlebnis!!! Es dauerte ein wenig (Tage), bis wir realisierten was an diesem Tag passiert ist. Vielen Dank an den Boss, dass er sich die Zeit für uns genommen hat! Er ist ein unglaublich lockerer und netter Typ, der einen sehr sympathischen Eindruck gemacht hat.

Den Tag darauf liefen wir nochmal ein wenig durch die Stadt und besuchten unter anderem das 9/11 Memorial Museum, was einen teilweise sehr stark mitnimmt, aber auf jeden Fall sehenswert ist! Außerdem unternahmen wir eine Bootstour zur Freiheitstatue und ließen uns einfach nochmal ein wenig durch die Stadt treiben.
New York ist eine tolle und faszinierende Stadt, die wir wahrscheinlich nicht zum letzten mal gesehen haben.
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  • TWT_17-05-20_17-32-32_DSC04146
23° | sonnig / wolkig | km 390

Bis gleich USA

am 2017-05-20 in Vereinigte Staaten von America
Während Fabi und Steffi nach Eagels Mere fuhren, um dort Steffis früheren Gastvater zu besuchen, machten sich Basti und Denis auf den Weg, um die Nacht auf einem Campingplatz im Watkins Glen State Park zu verbringen. Bisher waren wir von allen Zeltplätzen, die wir in den USA vorgefunden haben begeistert. Sie boten immer ein sauberes WC, manchmal Duschen, aber vor allem großflächige Stellplätze mit eigenem Picknicktisch und einer Lagerfeuerstelle mit integriertem Grillrost. Um das zu nutzen gab es bei uns als Abendessen 1,2 Kilo gegrilltes Schweinefleisch am Stück.

Am nächsten Morgen wanderten wir ein Stück durch den State Park und entlang des Glen Creek. Wir hatten Glück, dass nicht ganz so viele Touristen unterwegs waren und konnten so die Natur genießen. Kurz bevor wir Watkins Glen verließen, entdeckte Basti noch eine kleine "Rennstrecke" auf der Karte. So fuhren wir die knapp 6 Kilometer lange "The Glen" ab, auf der zwischen 1961 und 1980 Jahren Formel 1 rennen statt gefunden haben. Aufgrund nicht gesperrter Straßen haben wir es aber langsam angehen lassen.

Von den Kurven mussten wir uns kurz darauf verabschieden und tauschten diese gegen eine Interstate ein, die uns zu einem weiteren wichtigen Punkt und zum ersten mal seit drei Monaten einen Grenzübertritt bringen sollte. So standen wir am frühen Abend vor der kanadischen Grenze, auf einer Brücke, von wo aus man schon einen Eindrucksvollen Blick auf die Niagara Fälle werfen konnte. Die Grenzbeamtin fragte kurz nach, aus welchem Bundesstaat wir wären und wo die Motorräder zugelassen sind. Als Denis ihr erzählte, dass sowohl wir als auch die Mopeds aus Deutschland kämen, gab es ein kurzes Zucken mit der Augenbraue, der Rest wurde aber, wie zuvor, emotionslos abgehandelt. Vom Anstehen vor der Grenze abgesehen, waren wir innerhalb von 5 Minuten in Kanada.

Da das Wetter nicht ganz mitspielte und es auch langsam dunkel wurde, verschoben wir die Besichtigung der Niagara Fälle auf den nächsten Tag und genossen lieber eine ziemlich gute Pizza, in einem Restaurant das endlich mal nicht nach Fast Food Kette ausgesehen hat. Abgesehen davon gab es Brot was nach Brot schmeckte und die Preise waren um einiges günstiger als in den Staaten. Was für ein toller erster Eindruck von Kanada!
comment
Silvio Maridati
2018-12-16 11:10:51
Hallo Ihr Drei
Tolle Reiseberichte -mein Kompliment!
FRAGE: Wer (Firma) hat Euch die Bikes jeweils transportiert? Und wie (See- oder Luftfracht) wurden die Bikes transportiert?
Ich plane für 2019 Südamerika ;-))
In Eurem Letzten Bericht zeigt Ihr, wie die Bikes in BsAs in Gestelle verladen werden. Wer hat das für Euch organisiert und was hat der Spass gekostet?

Freue mich auf Eure sehr nützlichen Infos unter meiner Mailadresse silvio@maridati.ch

Vielen herzlichen Dank und allzeit saubere Vorderräder!

Silvio Maridati
Roosstrasse 53
CH-8832 Wollerau / Schweiz
+41796112425
silvio@maridati.ch
Arman
2018-11-10 06:28:17
Thank you very much for the good description.And I was very happy to be acquainted with you.I hope to see you again
I wish I could serve you more and I should give you all the points about Iran and its people at the beginning of your trip, but unfortunately I forgot.
be successful and victorious .
Rolf
2018-05-19 19:08:53
Hello Basti, welcome back to the Old World!
Enjoy the last leg of the ride home!
Basti
2018-05-05 03:40:58
Vielen Dank Michl,
nein gstritten wäre übertrieben. Wir haben nur feststellen müssen dass wir sehr unterschiedliche Auffassungen vom Ende der Tour hatten.
Daher konnten wir auch keinen Kompromiss mehr finden und die Trennung war letztlich die einzige Möglichkeit alle zufrieden zu stellen.
Wir freuen uns aber schon auf das baldige Wiedersehen!
Michl
2018-04-25 21:31:52
kann mich meinem Namensvetter unten nur anschließen, 2 Jahre spannende Geschichten in Text, Bild und Video, Danke dafür.

Aber sagt mal, nur noch Basti on the Road? In Österreich würde man sagen: " habt's g'stritten Mander?" ... ???
Basti
2018-03-26 03:22:12
Richtig Tom und vielen Dank!
Tom
2018-03-24 12:48:10
dann betrifft Eure Standortanzeige nur noch Basti?
Ich bin gespannt auf Euren Bericht.

Basti weiterhin eine gute Reise.
Basti
2018-03-24 11:21:32
hahaha Moe! Da hast du natürlich völlig recht, aber dann würde der Text zu 80% aus ride bestehen ;)
Moe
2018-03-23 02:35:21
Kleiner Übersetzungsfehler: you don't drive a bike, you ride it;) 'Driving' is just for cars.
Basti
2018-03-18 03:54:16
Hi Tom,
ja da hast du recht ;)
Wir sind ja leider nicht mehr zu dritt unterwegs. Fabi und Denis sind schon seit einiger Zeit zuhause und Basti wird es wohl nicht rechtzeitig heim schaffen... Derzeitiger Plan ist Mitte Mai.
Tom
2018-03-14 12:41:09
Wenn Ihr in vier Wochen wieder in DE sein wollt, müsst Ihr aber ordentlich am Kabel ziehen?!
Basti
2018-03-13 03:52:37
Servus Michael,
WOW das freut uns riesig! Vielen Dank für die netten Worte. Es ist wirklich viel zu lesen und wir haben uns immer gefragt ob das wirklich jemand liest... Also Danke für die Aufklärung! ;)
Schick uns doch bitte ne FB Nachricht oder ne Mail, in den deutschen Norden werden sicher bald mal aufbrechen. Denn von Deutschland haben wir wirklich noch nicht viel gesehen...
Liebe Grüße nach "oben" und ein paar Stories kommen noch...
Michael
2018-03-09 14:20:42
Moin Männers!
Nachdem ich vor einiger Zeit alle Eure Video geschaut habe, hab ich jede freie Minute in den letzten Tagen genutzt um Euren Blog von vorne bis hinten zu lesen (inkl. der beiden Alt-Touren).
Was soll ich sagen, außer, dass mein Leben jetzt keinen Sinn mehr hat, weil ich nichts mehr zu lesen habe:

MEGA GEILE STORY!
Es hat mir so unfassbar viel Spaß gemacht Eure Geschichten zu lesen, danke dafür!

Solltet Ihr jemand in den Deutschen Norden kommen, bitte bescheid geben! Lade Euch gerne auf ein oder zwei Bier ein :D

Gonzalo Bueno
2017-12-10 16:58:43
It was a pleasure
Basti
2017-11-06 20:01:23
Hi Thai, thank you, yes we are having a great time in Ecuador right now.
I enjoyed the night in Big Sur a lot and will always remember you and your nice family! Hope all is well!

Also thank you MHMT and Fred. We still have half a year left with hopefully plenty of adventures to come :)
Thai
2017-11-03 06:08:09
Hi Sebastian, this is Thai. You stopped by my camp site at Bigsur California. I was with my mother and 2 kids. Hope you are doing well...have fun and good luck with your journey.
Mhmt
2017-10-21 22:04:48
Great story with great team!
Fred
2017-10-06 10:28:42
Man what a fantastic journey,i am jalous!
Thanks for the beatiful recordings!
And safe travels!
Good luck to you all
Warm greet fred,the netherlands
Rolf
2017-07-29 20:16:20
Hi guys, hope it is not too hot in CA. Was trying to see how you were doing but have not seen a tracker signal since Thursday. All good? Need any help? Have a great weekend. Rolf
Basti
2017-07-29 11:21:49
Hi Robert,
vielen danke für deine Kritik! Haben wir bisher noch nicht gehabt. Dass wir ziemlich hinten dran sind ist absolut richtig, wir nehmen uns gerade eine kleine Auszeit um aufzuholen.
Allerdings kann ich deinen Punkt zu den Sponsoren und Spenden überhaupt nicht nachvollziehen. Wir sind überrascht und froh wie wenig wir die Sponsoren erwähnen müssen. Außer in der eher kleinen Rubrik Support kommt eigentlich nichts in der Richtung vor.
In den nächsten Wochen werden wir auf jeden Fall zügig aufschließen und du darfst viele neue Berichte und Videos erwarten :)
Robert
2017-07-29 10:37:56
Korrektur des ersten Satzesvon vorher:
Ich finde Eure Tour sehr interessant.
Robert
2017-07-29 10:36:51
Hallo,
ich hab Euch in Osoyoos am Campingplatz getroffen und finde Eure Tour. Leider find ich Euren Internetauftritt nicht besonders aktuell.
Mit am meisten Raum nimmt der Verweis auf gesponsorte Produkte und der Aufruf zu Spenden ein
Schade.
Webseiten anderer Weltreisender sind da wesentlich interessanter und aktueller mit mehr persönlichen Eindrücken.
Da drückt man dann vielleicht auch mal eher auf den Spenden Button.
just my2cents
Trotzdem weiterhin viel Spaß und gutes Durchkommen bei Eurer Tour
Basti
2017-07-28 04:25:16
Hey Phil,
das ist ja super von dir! Fabi hat bereits 2 mal seine Gabeln deswegen austauschen müssen. Zumindest das zweite mal geht jetzt schon mal sicher auf Garantie!
Das erste mal war auch eher ein Crash und somit wohl kein Garantie Fall.
Er fährt jetzt übrigens mit zusätzlichen Klemmen als Verstärkung!
Phil
2017-07-27 10:34:27
Wichtige Info für Fabi!
Rückruf von BMW für die GS, wegen Problemen mit den Standrohren
der Telelever. Im harten Einsatz können sich die oberen Stopfen lösen. Werkstätten pressen Hülsen zur Verstärkung auf. Am besten
bei einer BMW Werkstatt vorbei-
fahren und prüfen lassen.
Basti
2017-06-28 07:41:21
Oh wow! Ich hab gerade einen kleinen Fehler entdeckt weshalb Kommentare im Blog Bereich nicht angezeigt wurden! Wir hatten uns schon gewundert ;) Vielen vielen Dank für die vielen lieben Worte!!!

I just discovered a small error which caused comments in the blog sections not to show! We already wondered ;) Thank you so much for all the nice words!!!
Jörch
2017-06-28 07:29:31
Also Leute, dass geht ja wohl überhaupt nicht. Ich schaue jeden Tag ob es Neuigkeiten von euch gibt und ihr lasst nichts von euch hören oder sehen. Unglaublich!
Natürlich Quatsch! Ich verfolge seit geraumer Zeit euren Blog voller Ungeduld und sauge jeden eurer Beiträge auf. Ich finde eure Aktion super und drücke euch beide Daumen für eure weitere Reise.
Amir
2017-06-28 07:28:55
Welcome Iran Dudes....
Sebastian EBN ;-)
2017-06-28 07:28:40
Hallo Jungs, viele Grüße an euch. Beeindruckend schöne Bilder, Erlebnisse und Abenteuer. Ich bin gespannt auf die nächsten Geschichten. Euch viel Spaß, Gesundheit und Glück bei der Weiterreise. Liebe Grüße Sebastian
Steffen
2017-06-28 07:28:34
Hallo ihr drei, viele Grüße aus dem verregneten München sendet euch die Maurer AV. Wir schauen ab und zu auf eurer Seite vorbei und freuen uns über Neuigkeiten. Zugegebenermaßen, nicht ohne eine kleine Neidträne zu vergießen. Denkt an unser Elend und erhellt unser dunkles Sein weiterhin mit Euren Reiseberichten. Grüße von München . Steffen Z.
Marin
2017-06-28 07:28:30
My friends, I am Bulgarian and I should congrats you for the courage to do such trip. But I think you should better plan your visit in Bg :) there were a lot more interesting plases to see in spring than "abandoned" tourist city. Interesting name you gave to my country :)
Chris
2017-06-28 07:28:26
Hi Guy's.
I am interested to know how you prepared custom clearance and visa for all the countries. Did you do it in advance or will you do it on the run.
Cheers from Queensland
Chris

Btw. just a shame to miss out of Downunder :)
Jussy
2017-06-28 07:28:23
Hey Jungs ich hoffe es geht euch gut, wenn ihr so weiter macht wird es ja nur eine Ein-Jahres-Reise.
Viele grüße auch von meinen Kolegen der gesamten AV ( Maurer).
Ps: ich hoffe das bei euch das Wetter besser ist bei uns hat es nur 2 Grad und es fällt Schnee !!!!!
salih
2017-06-28 07:28:18
I prefer you to visit our North Sea Side not south.After you finish the north side you can ride across form north to south.
Salih from Turkey
Hemuli
2017-06-28 07:28:13
Keep stories coming :)
Have you checked if you can take the drone to all countries you plan to visit? I could imagine some borders might give you a really hard time if you have drone...
Ernst Huber( Jussy)
2017-06-28 07:27:04
Hallo Jungs bitte weiter so und viele Videos ich bin begeistert von euerer Reise.
Bleibt bitte Unfallfrei.
Gruß Huber Ernst ( Jussy )
Micha NC700X
2017-06-28 07:26:52
Sehr schöne Berichte, Fotos und Videos. Danke und macht weiter so! Viel Glück auf Eurer Reise!
Vahid
2017-06-28 07:26:42
Great! Hope to see you again soon!
Anastasia
2017-06-28 07:26:25
Don't you miss kebab yet? :)
Micha
2017-06-28 07:26:12
Super! Danke für die Reiseberichte und weiter viel Glück und Gesundheit!
Lars
2017-06-28 07:25:12
Hallo ihr lieben! Der Azubi Lehrmeister meldet sich auch mal wieder :-)
Ich hoff euch geht´s gut - In Deutschland ist es kalt und es regnet - Ich hoff ihr habt an Heiligabend ein schöneres Wetter :-)
Sonny
2017-06-28 07:25:04
what happened afterwards ? you left them there ?
Sonny mulder
2017-06-28 07:24:56
In the caves of laos where you visited one is where the biggest spiders In the world lives. Watch out haha, We saw one ist like 30 cm wide ...
Sonny Mulder
2017-06-28 07:24:47
Cool stories guys ! Keep up the amazing writing, where are some updates from December ?? :-D !!! Its so epic that you can do this trip
Daniel
2017-06-28 07:24:38
What a great time we had :-)
Micha
2017-06-28 07:24:30
Ihr bereitet uns in der Motorrad freien Winterzeit eine große Freude mit Euren Berichten. Vielen Dank und Alles Gute weiterhin.

Gruß Micha (NC700X im Winterschlaf)
Jörch
2017-06-28 07:23:57
Also Leute, dass geht ja wohl überhaupt nicht. Ich schaue jeden Tag ob es Neuigkeiten von euch gibt und ihr lasst nichts von euch hören oder sehen. Unglaublich!
Natürlich Quatsch! Ich verfolge seit geraumer Zeit euren Blog voller Ungeduld und sauge jeden eurer Beiträge auf. Ich finde eure Aktion super und drücke euch beide Daumen für eure weitere Reise.
Micha
2017-06-28 07:23:47
Super, Euch Alles Gute!
Trixxie
2017-06-28 07:23:34
Hey guys! Great to meet you in Death Valley! I took a couple photos, and a small video of you going through the slot canyon. If you're interested in getting those, let me know where it would be best to send it! Also, let me know if you're planning to head to San Diego, California. Happy Trails! Trixxie
Jörg
2017-06-28 07:23:20
Hallo Leute,
ich bin gerade zufällig auf Eure Seite gestoßen. Sehr schön und informativ gemacht. Den Tipp mit dem magnetischen 12V-Verbinder kannte ich noch nicht. Das realisiere ich vielleicht, wenn ich von meiner Reise zurück bin. Denn wir könnten uns demnächst begegnen, wenn ich ab Sonntag in Halifax bin und von dort aus Richtung Süden starte. Einen Blog habe ich mal aufgesetzt und da ist auch meine Position per Tracker sichtbar. Würd` mich freuen, wenn wir uns mal auf einem Campingplatz treffen.
Der Blog: joergreiter.blogspot.de
LG
Jörg
Lisa
2017-06-28 07:20:26
Hey Basti, Hope you were able to replace the chair in Munich. Nice meeting you at SFO airport. Love your website; what a great trip you are on! You have crossed the Rubicon. No going back.
Via con Dios,

Lisa
Maxim
2017-06-28 07:15:54
you'll love the mavic pro. got it for a bike trip myself and the active track funktions are perfect for following bikes even at higher speeds. looking forward to watch new videos from your trip.

cheers,
maxim