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129969 km

Basti's neue Honda Africa Twin CRF1000A

Preis: 13.000,00 €
Nachdem mir bereits meine alte Africa Twin enorm gefiel, begeisterten mich schon die bloßen Gerüchte über eine Neue. Auf der EICMA 2014 war mir dann bereits mit dem Prototypen True Adventure klar, dass es Honda gelingen wird ein sogar in meinen Augen wunderschönes Motorrad zu bauen. Jahrelang gelang das nämlich absolut keinem Hersteller! Und über die Qualität mache ich mir bei Honda sowieso keine Sorgen!
Ich bin überzeugt dass die neue Africa Twin die bestmögliche Maschine für unsere Welttour ist. Sie schafft wie derzeit kein anderes Bike den perfekten Spagat zwischen Straße und Offroad. Und ob sie auch die legendäre Zuverlässigkeit der Alten erreicht werden wir wohl als eine der ersten wissen :)
Bisher hat die Neue auf jeden Fall alles richtig gemacht: Optik, Sitzposition, Fahrgefühl, Sound - die bisher wenigen Kilometer wecken bei mir pure Emotionen!

Erfahrungen nach
Die AT und ich sind mittlerweile ein inniges Team. Sie macht einfach auf jedem Terrain riesigen Spaß! Nachdem ich die Federung auf das Gewicht angepasst habe, merke ich es fast nicht mehr. Sie fühlt sich weiterhin unglaublich leicht an und der Federweg bleibt üppig, so dass sie bis jetzt noch nie durchschlug. Nur in schwierigsten Gelände sind wir uns beide manchmal einig, dass es jetzt Zeit ist sich mal hinzulegen - Widerstand ist dann zwecklos ;)
Aufgrund des Topcases ist meine Gewichtsverteilung leider nicht mehr optimal und doch stark Hecklastig. Dafür ist die Traktion am Hinterrad unendlich. Und schnelle Kurven sind trotzdem kein Problem.
Etwas ärgerlich finde ich allerdings, dass die Halterung der Frontscheibe doch recht schnell dem Gewicht des Navi's und den Erschütterungen durch schlechte Straßen nachgab und eine Schweißnaht brach. Auch nachdem ich sie wieder schweißen ließ und zusätzlich durch Kabelbinder versucht habe die Vibrationen zu minimieren bleiben erhebliche Zweifel wie lange es halten wird. Auch die Simmerringe der vorderen Gabeln gaben in der Hitze Turkmenistans viel zu früh auf und wurden undicht.
Sonst gibt es nur unwichtige kleine Mängel, die trotzdem verwundern: die Außentemperatur wird stets um 4 Grad zu viel angezeigt, die Geschwindigkeit ebenfalls um gute 10% schneller, der SET Knopf zieht Wasser und bleibt dann hängen, der linke Handschutz brach beim ersten Umfaller vom Stand in weiches Gras. Da hatte ich von Honda ein bisschen mehr erwartet. Aber immer mehr Leistung und Technik bei weniger Gewicht und möglichst geringem Preis haben auch bei Honda Konsequenzen.
Das sind aber alles Kleinigkeiten. Das Bike ist genial und macht unglaublich viel Spaß! Und zugegeben, wir fahren teilweise auch extremes Gelände, wo ich immer wieder überrascht bin wie gut sie sich auch dort bewegen lässt.
Wir haben aufgrund unserer doch recht zügig auftretenden Probleme auf eine etwas moderatere und schonendere Fahrweise umgestellt. Die Mongolei und China sind kein gutes Pflaster für Probleme. Noch in Russland gaben die Lager in der Hinterradachse auf. Sie waren angerostet und ich vermute daher, dass es noch ein Folgeschaden der vielen Wasserdurchfahrten war. Die Lager sind aber glücklicherweise Standardlager und waren in Novosibirsk aufzutreiben. Nach dem Wechsel des Gabelöls in Verbindung mit neuen Simmerringen war die Federgabel vorne auch wieder wie neu. Nur die andere Schweißnaht der Halterung für die Frontscheibe gab wie schon fast erwartet auch irgendwann den Geist auf. Seit dem hing sie nur noch an der im Iran bereits neu geschweißten bis ich in Las Vegas die ganze Halterung neu schweißen und lackieren ließ. Dies waren dann auch tatsächlich die letzten notwendigen Arbeiten. Ich kam problemlos durch die Mongolei, China und Laos. Erst in Kambodscha kam die Kette bei 38.000 km auf dem Tacho. Der Tausch war dann aber auch bitter nötig!
Das Bike erfüllt also aus meiner Sicht die hohen Erwartungen an die Zuverlässigkeit. Es gab auch keine Überraschungen bei der großen 48.000 km Inspektion. Ventile waren kaum verstellt und die Zündkerzen wurden eher aus Vorsicht denn aus Notwendigkeit getauscht. Allerdings ist es ziemlich aufwendig an diese Dinge heranzukommen...
Getrübt wurde allerdings die positive Bilanz durch das miserable Händlernetz von Honda. Es war eine meiner Kaufgründe, dass ich glaubte in vielen Teilen der Welt auf Honda Händler zurückgreifen zu können. Allerdings mussten wir feststellen, dass es zumindest in Asien entweder keine Händler gibt oder sie nur chinesische Honda Produkte vertreiben und einem mit der Africa Twin nicht helfen können. Nicht mal eine Bestellung von Teilen war in Kambodscha möglich! So mussten wir die Kette und Ritzel über eine kleine private Werkstatt organisieren. Erst in Thailand gibt es wieder Honda Händler für große Bikes (Honda Big Wing).
Zusätzlich bekamen wir auch die Info, dass die Garantie nur in Europa gilt. Honda wirbt einerseits mit den Weltumrundungsqualitäten dieses Bikes, ist derzeit aber auf Weltreisende nicht vorbereitet. Gott sei Dank hilft uns hier unser heimischer Honda Händler so gut er kann. Auch an dieser Stelle daher ein herzliches Dankeschön an Honda Evecan! Leider muss ich sagen dass BMW beim Service um Welten voraus ist. Mein Bruder erhielt anstandslos Unterstützung wo immer er einen BMW Händler fand und diese waren weitaus häufiger anzutreffen als ich vermutet hätte. Auch Garantieansprüche waren absolut problemlos geltend zu machen und die notwendige Reparatur erfolgte dann schnell und kostenlos.
Ich bleibe dabei, die AT ist mein Favorit für eine Weltumrundung, aber Honda muss dringend im weltweiten Kundenservice nachbessern!

Datum   Umbauten und Service Kilometer Dauer Kosten
07.04.2019 Luftfilter gesäubert, beide Bremsflüssigkeiten gewechselt und Bremsen gefettet (keine Bremsbeläge gewechselt) 129969 km 6 Std. 20 €
03.12.2018 Ölwechsel (5W 40 Liqui Moly) 129815 km 1 Std. 45 €
29.06.2018 TÜV - ohne Mängel 128488 km 1 Std. 77 €
26.06.2018 neue DID Kette und Ritzel 128486 km 2 Std. 130 €
02.06.2018 Ankunft zuhause! 128486 km
19.05.2018 Reifenwechsel (Mitas E07 vorne normal, hinten Dakar Version)) und Wechsel der hinteren Bremsbeläge 124719 km 2 Std. 256 €
18.03.2018 Ölwechsel (15W 50 Motul) und Reinigung der Luftfilter 116480 km 3 Std. 50 €
13.02.2018 Wechsel nur der Kette 109565 km 1 Std. 100 €
21.01.2018 Reinigen der Luftfilter 105560 km 3 Std. 0 €
19.01.2018 Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout) 105321 km 3 Std. 216 €
10.01.2018 Ölwechsel (10W 40 Liqui Moly) mit Filter, Tausch des rechten Spiegels, Montage einer Verstärkung der Frontschreibenhalterung, Wechsel aller Bremsbeläge 103301 km 8 Std. 200 €
14.12.2017 Mein erster Platten (hinten) 101756 km 3 Std. 0 €
06.12.2017 100.000 Kilometer! 100000 km
28.11.2017 Wechsel der hinteren Bremsbeläge (spezial angefertigte) 98455 km 2 Std. 7 €
27.10.2017 Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout) 91779 km 1 Std. 200 €
20.10.2017 Wieder den Rahmen zum Windschild und der Navi Halterung geschweißt (dieses mal allerdings an einer anderen Stelle) 90615 km 6 Std. 15 €
12.10.2017 Ölwechsel (10W 40 Motul) 90467 km 1 Std. 40 €
11.10.2017 Wechsel der hinteren Bremsbeläge 90457 km 1 Std. 78 €
15.09.2017 Reinigen der Luftfilter 86951 km 2 Std. 0 €
07.08.2017 Ölwechsel mit Filter (10W50 Castrol), Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout) und neue DID Kette und Ritzel 77250 km 5 Std. 450 €
23.06.2017 Ölwechsel (10W40 Honda) 68428 km 1 Std. 35 €
03.05.2017 Ölwechsel mit Filter (10W40 Mobil1) und Reifenwechsel wieder auf Heidenau K60 Scouts 60983 km 4 Std. 500 €
27.04.2017 Neue progressive Wilbers Federn in den Federgabeln, natürlich zusammen mit frischem Gabelöl 59626 km 2 Std. 250 €
22.04.2017 Wechsel der vorderen Bremsscheiben zusammen mit neuen Belägen (alles original Honda) 59143 km 1 Std. 350 €
07.04.2017 Austausch des original Honda Federbeins mit einem Wilbers Federbein 57132 km 1 Std. 850 €
15.03.2017 Ölwechsel (10W40 Motul) 50292 km 1 Std. 40 €
07.03.2017 Große Inspektion: neue Zündkerzen, Ventile eingestellt, Kühlflüssigkeit und Bremsflüssigkeit gewechselt. Zusätzlich: Windschild und Navihalterung erneut geschweißt, einen Zündkerzenstecker ausgetauscht, Top Case Halterung verbessert, neue Barkbusters Handprotektoren, neuen Kupplungshebel und neue Fussrasten montiert 49625 km 20 Std.
18.02.2017 Hintere Bremsbeläge gewechselt 47153 km 1 Std. 28 €
18.01.2017 Wechsel der Luftfilter auf Wiederverwendbare von UniFilter und Montage der Seitenständerauflagenverbreiterung (beides von Touratech) 43630 km 1 Std. 170 €
07.12.2016 Ölwechsel mit Ölfilter (5W40 Liqui Moly) 39780 km 1 Std. 50 €
06.12.2016 Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout) 39715 km 1 Std. 190 €
15.11.2016 Neue DID Kette und Ritzel montiert. 38350 km 2 Std. 210 €
02.10.2016 Vordere Bremsbeläge getauscht und Öl gewechselt (10W40 PPT) 33535 km 1 Std. 76 €
16.09.2016 Hintere Bremsbeläge gewechselt 31176 km 1 Std. 30 €
18.07.2016 Beide hintere Kugellager gewechselt. Leider haben wir keinen neuen Dichtring bekommen. 19105 km 1 Std. 25 €
17.07.2016 warning Rechtes hinteres Kugellager ausgeschlagen und sehr rostig. 19105 km
14.07.2016 Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout), Wechsel der Luftfilter, Ölwechsel mit Ölfilter (5W40 Liqui Moly), Gabelölwechsel (10W Liqui Moly), neue Simmerringe und Neoprenschützer 19044 km 10 Std. 350 €
31.05.2016 warning Gabel Simmerring auf beiden Seiten ist undicht 11570 km
31.05.2016 Set Knopf geht wieder! Unglaublich was 42 Grad bewirken können :) 10987 km
27.05.2016 Gebrochene Schweißnaht der Navi und Windschild Halterung geschweißt. Zusätzliche Fixierung mit Kabelbindern. 10066 km 2 Std. 0 €
23.05.2016 warning Rechte Seite der Halterung, an der die Scheibe und das Navi montiert ist, ist gebrochen. Wahrscheinlich aufgrund des Gewichts vom Navi und starker Vibrationen. 9546 km
20.05.2016 Kette gespannt und Ölwechsel: der Touratech Motorschutz muss komplett weggebaut werden um auch die zweite Ölschraube zu erreichen. 9047 km 2 Std. 50 €
19.05.2016 Test der Reserve Schalteinheit im Wasserbad: Nach 24 Stunden ging der SET Knopf bereits schwer gängiger und blieb kurzzeitig stecken. Daher spare ich mir den Austausch und die Reserve wanderte in den Müll. 8750 km 24 Std. 0 €
07.05.2016 Reifenwechsel auf Heidenau K60 Scout 7145 km 1 Std. 25 €
20.04.2016 warning Der Set Knopf bleibt wieder hängen. Das Problem geht auch nicht mehr weg. Aber ich habe die Reserve noch nicht eingebaut, da der Austausch ziemlich aufwendig ist und ich befürchte dass auch der Neue das gleiche Problem hat. Im Stand ohne Handschuhe und mit zwei Händen kann man ihn noch bedienen, das reicht erstmal. 2000 km
05.04.2016 Set Schalter geht wieder, das Problem tritt auf, sobald er Feuchtigkeit zieht, bzw. nachdem er Nass geworden ist. Trotzdem Ersatz bekommen und mitgenommen. 1200 km 0 Std. 0 €
17.03.2016 1000er Inspektion 1047 km 1 Std.
11.03.2016 Der SET Knopf der linken Schaltereinheit bleibt eingedrückt hängen und kommt nicht mehr heraus. 532 km
17.02.2016 Zulassung 0 km 1 Std. 60 €
11.02.2016 Montage Honda Hauptständer und Spiegler Stahlflexleitungen 0 km 5 Std. 500 €
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104984 km

Fabi's BMW R 1200 GS Triple Black

Preis: 21.000,00 €
Natürlich stellt sich häufig die Frage, warum ich mich für die BMW entschieden habe. Ein wichtiger Punkt für mich war, dass ich die Africa Twin nicht probefahren konnte. Und da ich mich nie vollkommen Wohl auf der Alten gefühlt habe, war das für mich ein wesentlicher Punkt. Neben der Tatsache, dass ich mich auf der BMW R1200GS sofort zuhause gefühlt habe. Der Umstieg von meiner alten R1200R auf die neue GS ging reibungslos über. Noch nie habe ich mich so schnell so wohl auf einem neuen Motorrad gefühlt. Die Ergonomie, die technischen Gadgets und der unfassbare Druck aus jedem Drehzahlbereich hatten mich schnell überzeugt.
Etliche andere reisende haben mit diesem Motorrad bereits bewiesen, wie weit einen die GS bringt und wie zuverlässig sie ist. Mittlerweile wurde die neue GS seit 3 Jahren immer weiterentwickelt und somit viele der Kinderkrankheiten behoben. Kein anderes Motorrad verbindet den Komfort und die Agilität wie die BMW.
Da die BMW für die nächsten zwei Jahre mein Zuhause ist, war es essenziell für mich, dass ich mich 100% wohl darauf fühle. Durch das geniale Fahrwerk und den superben Durchzug konnte ich die bisherigen Touren bereits zu meiner vollsten Zufriedenheit genießen. Auch neben der Straße konnte mich die GS bisher überzeugen, die Ergonomie im Stehen passt und die Elektronik unterstützt einen die Kraft auf den Boden zu bekommen.
Für mich gibt es auch nach der Testfahrt mit der Honda keine Frage, wo ich mich wohler fühle. Die BMW macht für mich alles richtig und ich freue mich riesig darauf mit ihr unsere Reise zu starten.

Erfahrungen nach
Auch die BMW hat nun die ersten 10.000 Kilometer hinter sich gebracht. Wir sind in der kurzen Zeit schon auf vielen unterschiedlichen Straßen und im Gelände gefahren und ich kann bereits jetzt einen kurzen Erfahrungsbericht schreiben.
Vorweg die BMW überzeugt mich vollkommen sowohl auf als auch neben der Straße. Der Durchzug ist jedes mal und in absolut jeder Situation atemberaubend. Das Fahrwerk überzeugt mich sowohl mit als auch ohne Beladung. Der einfache Wechsel zwischen den Modi für Offroad oder Onroad macht jegliche Einstellung auf das Gelände zum Kinderspiel. Sehr gut ist hierbei auch, dass die getätigten Einstellungen auch nach dem Aus- und Anschalten beibehalten werden.
Bei Unfallern hilft es, dass das Motorrad eher nicht komplet kippt und somit leichter aufzurichten ist. Außerdem bleibt der Lenker bei den meisten Stürzen somit verschont.
Ich könnte mir keinen besseren Begleiter für unsere Reise vorstellen und bin bisher vollkommen überzeugt die richtige Wahl getroffen zu haben. Ich freue mich auf jeden weiteren Kilometer und werde berichten sobald es etwas Neues gibt.
Über zwei Jahre war eine der populärsten Fragen wie sich unsere Motorräder auf der Tour schlagen. Nachdem wir alle einen Bericht nach bereits 10.000 Kilometern geschrieben hatten, war es meine Absicht den nächsten mit ca. 50.000 zu schreiben. Nach 50 kamen 60 dann 70 und ehe wir uns versahen waren wir in der nähe der 100.000. 100.000 Kilometer!? Da lässt sich dann ein richtig toller Bericht schreiben dachte ich mir und so ging es heiter weiter bis ich nun plötzlich mit 115.000 Kilometern in München ankam. Nun dass haben wir jetzt davon, dann eben einen Abschlussbericht!
Und fangen wir gleich mal mit der wichtigsten Frage an. Zähle ich schon die Tage bis es die bayrischen Temperaturen wieder hergeben sich aufs Moped zu schwingen? JA, auf jeden Fall!! Welches Moped? Nur meine treue GS!! Spaß bei Seite, das wichtigste ist dass ich mich während dieser zwei Jahre und selbst noch nach dieser Zeit jedes mal unglaublich darauf freue auf die BMW zu steigen und den Startknopf zu drücken. Nun mögen viele behaupten es gäbe spannendere, leidenschaftlichere Motorräder als die viel zu präsente und vernünftige R1200GS. Aber bei wie vielen kann davon behauptet werden dass nach zwei strapazierenden Jahren mit 115.000 Kilometern, davon einigen schweren offroad Etappen, nicht nur das Moped immer noch im ganzen dasteht, sondern auch der Fahrer sich noch wie am ersten Tag drauf freut es über den nächsten Pass zu scheuchen.
Nun muss man bei aller Heiterkeit auch sagen, dass mein Motorrad es nicht immer leicht hatte, vor allem mit mir. Ziemlich zu Beginn unserer Reise, kurz nach den 10.000 Kilometern, hatte ich zwei etwas stärkere Vorfälle. Glücklicherweise ging es mir bei beiden Unfällen gut und ich bin mit nur einem Schrecken und ein paar kleineren Schrammen davon weg gekommen. Auch die BMW steckte den ersten Vorfall, Sturz mit etwa 50 km/h im Sand und Geröll, noch sehr gut weg. (Abgebrochener Spiegel, Blinker, verbogene Scheibe und Schraube vom Lenkungsdämpfer. Der zweite, ein großer Stein den ich leider übersah, hatte da leider größere Folgeschäden. (Verbogene Felge, eine Öffnung bei der Verstemmung des Standrohres, Verbogene Gabelbrücke) Diese Schäden mussten, da wir uns ja im nirgendwo (Tadschikistan) befanden nun irgendwie so gut wie möglich repariert werden um weiter zukommen. Die lokalen Mechaniker hatten zum Glück so ein Geschick im ausbessern vorhandener Schäden dass ich mit vielen der reparierten Teile noch sehr weit gekommen bin. So muss ich mir eingestehen, dass ich nicht immer der sanfteste Besitzer war und dass daher einige Besuche bei etwaigen BMW Händlern auf meine Kappe gingen.
Womit wir aber zu einem weiteren positiven Punkt für Vielreisende kommen: das BMW Motorrad Händlernetz ist ausgezeichnet. Egal wo ich war, wurde ich immer mit einem hohen Standard an Professionalität begrüßt! Für Neufahrzeuge gibt es außerdem weltweite Garantie, dass heißt egal wo man sich gerade herumtreibt, wenn mal etwas aufgibt wird es wenn möglich auf Garantie getauscht, sofern man diese noch hat. Dies war bei mir eine enorme Erleichterung als beide meine Federbeine anfingen Dämpferöl zu verlieren. Nach kurzen Kontakt mit dem BMW Händler in Thailand, standen diese Teile zum Tausch schnell bereit und nach nur 2 Tagen war ein neues Fahrwerk verbaut und einsatzbereit. Selbstverständlich ist dies für viele eher Nebensache, für weit Reisende auf neuen Maschinen aber ein wahrer Segen. Auch der Service war weltweit sehr hilfsbereit und gut ausgebildet, wenn auch in bestimmten Ländern sehr teuer. *Blick nach Kasachstan*
Im direkten Vergleich würde ich sagen dass die Africa Twin gerade bei großem Geröll und schnellem Fahrstil ruhiger und angenehmer zu fahren ist. Vor allem auf Grund der großen Unterschiede der Federwege und Reifengrößen ist die Honda bei groben Gelände voraus. Auf der anderen Seite ist auf der Straße das original Fahrwerk der BMW gegenüber dem Honda original überlegen und nicht so schnell durch Belastung an die Grenze zu bringen. Die Umrüstung des Fahrwerks auf Wilbers Komponenten hat bei der BMW vor allem Vorteile bei der Langlebigkeit und Wartung gebracht. Beide Fahrwerke verhielten sich ausgezeichnet auf der Straße sowohl mit Beifahrer als auch ohne. Ein weiterer Punkt zur Ausstattung ist, dass ich absolut jedes technische Gimmik wieder bestellen würde. Vom Schaltassistenten über Tempomat bis hin zu Keyless Ride. Alle Systeme funktionierten einwandfrei über den gesamten Zeitraum der Tour und nach so vielen gefahrenen Kilometern habe ich jedes einzelne zu schätzen gelernt.
Bemerkenswert ist auch wie gut sich die BMW in den Anden bei über 4000 Höhenmetern mit teilweise sehr schlechtem Sprit geschlagen hat. Zwar verliert man spürbar an PS aber trotz allem sprang sie immer zuverlässig an und hatte trotz der Höhe noch genug Kraft um Spaß zu haben.
Was uns zeitweise immer wieder überraschte war wie diese Maschinen alle Aufgaben meisterten die wir ihnen zumuteten. Vorallem wenn wir die Chance mal hatten unser Gepäck abzuwerfen, waren wir erstaunt wie viel Spaß man mit ihnen beim Offroad, Sand oder Pass fahren haben konnte. Straße macht auch mit Gepäck noch Spaß aber hat man beim Offroad fahren mal mit den leichten Maschinen Blut geleckt mag man das Gepäck gar nicht mehr aufschnallen. Die Motorräder sind wahre Allrounder und wenn man sich ein Gerät für alles wünscht liegt man sowohl bei der BMW als auch bei der Africa Twin genau richtig.
Das größte Lob dass ich wohl aussprechen kann ist, dass wenn ich jetzt ein neues Motorrad kaufen müsste, ich mich sofort wieder für eine BMW R1200GS entscheiden würde. Zum Glück hält meine alte jedoch noch, denn das Geld dafür ist bei weitem nicht mehr da :) und somit ist der Abschlussbericht bei weitem noch nicht das Ende meiner Zeit mit meiner GS!

Datum   Umbauten und Service Kilometer Dauer Kosten
22.12.2017 Reifenwechsel (Heidenau K60 Scout) 104984 km 1 Std.
22.11.2017 Ölwechsel Kardanantrieb und Fetten der Antriebswelle 98891 km 1 Std.
21.11.2017 Ölwechsel 98832 km 1 Std.
20.11.2017 Tausch der hinteren Bremsflüssigkeit 97563 km 1 Std.
27.10.2017 Reifenwechsel (Heidenau K60 Scout) 92832 km 1 Std.
21.09.2017 Ölwechsel 88932 km 1 Std.
05.08.2017 Ölwechsel Motor und Kardanantrieb. Reinigung des Luftfilters 78201 km 2 Std. 70 €
05.08.2017 Reifenwechsel (Heidenau K60 Scouts) 150er Hinterrad für bessere Laufleistung 78150 km 1 Std. 30 €
15.07.2017 Tausch der vorderen Bremsbacken 75820 km 50 €
09.06.2017 Ölwechsel 66500 km 1 Std.
04.05.2017 Tausch des Vorder- und Hinterrades auf Heidenau K60 scouts (Vorderrad hat über 22000km gehalten!) 61047 km 1 Std.
26.04.2017 Einbau Wilbers ESA Fahrwerk, tausch der Gabeldichtungen 57300 km 6 Std. 1500 €
08.04.2017 Ölwechsel, tausch der vorderen Felge (kaputt seit Tadschikistan) 56900 km 2 Std.
25.03.2017 Hinterrad Reifenwechsel zu Continental TKC 80 53450 km 1 Std.
03.03.2017 Austausch des Kardan Gummischuhes, einfetten der Kardanwelle und tausch der hinteren Bremsscheibe (Aufgrund von Schaden) und Bremsbacken. 48890 km 2 Std. 40 €
02.03.2017 Tausch der vorderen und hinteren Bremsflüssigkeit. 48830 km 1 Std. 160 €
27.02.2017 Erneuter Schaden an der Schweißnaht der Vorderradfelge (Schlauch eingezogen und mit Kaltmetall repariert) 48103 km 2 Std.
15.02.2017 Öl und Ölfilter wechsel 46533 km 1 Std. 60 €
09.12.2016 Große Inspektion (Ventile, Synchronisierung, Ölwechsel, Kardan Wartung) 38933 km 2 Std. 150 €
09.12.2016 warning Austausch der defekten vorderen und hinteren Stoßdämpfer. (Garantie) 38933 km 5 Std.
07.12.2016 Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout) 38933 km 1 Std. 25 €
06.10.2016 Hinterrad durch ein benutzes ausgetauscht. (Pirelli Trail) 33220 km 1 Std. 5 €
04.10.2016 Ölwechsel und neue Bremsbeläge vorne 32900 km 1 Std. 25 €
23.08.2016 warning Die Leuchtweitenregulierung des LED Scheinwerfers hat sich gelöst. Wir konnten diese wieder aufstecken und nun funktioniert die Regulierung wieder. 24890 km 2 Std.
20.08.2016 Austausch einiger durch Flussdurchfahrt kaputt gegangener Speichen, austausch der Zündkerzen 24300 km 1 Std. 30 €
02.08.2016 warning Sowohl vorderes als auch hinteres Federbein verlieren Öl. Platten am Vorderrad behoben 22050 km 1 Std. 10 €
14.07.2016 Gewechselt: Öl (5w40 Liqui Moly), Reifen (Heidenau K60 Scout), Kardanöl (95w-140 Liqui Moly). Außerdem defekten Hinterradbremssattel gegen neuen getauscht. 19600 km 2 Std.
23.06.2016 warning Austausch der vorderen Gabel gegen ein Neuteil. Reparatur der durch den Transport verursachten Schäden. 14257 km 2 Std. 2000 €
09.06.2016 Reparieren einiger durch den Sturz beschädigter Teile: Neue Schraube für den Lenkungsdämpfer, neuer Spiegeladapter, Heiskleber für ein paar plastic Teile, Festziehen zweier Hinterradspeichen 12620 km 2 Std.
02.06.2016 Das ESA fährt so gut wie nicht mehr runter und hoch. Da es nicht während der Fahrt passiert wird das problem weiterhin ignoriert. 11000 km 0 Std. 0 €
27.05.2016 warning Aussetzer der Hinterradbremse. Fabi versuchte sie anders einzustellen was leider zu einem geschmolzenen hinteren Bremsklötzchen führte. Zum Glück konnte er in Teheran eine komplette Wartung durchführen wodurch sie wieder einwandfrei funktioniert. 9600 km 2 Std. 50 €
20.05.2016 Öl und Ölfilterwechsel 9200 km 1 Std. 50 €
13.05.2016 Manchmal fährt das Federbein beim starten runter und wieder hoch 7800 km 0 Std. 0 €
07.05.2016 Reifenwechsel auf Heidenau K60 Scout 7264 km 1 Std. 25 €
04.03.2016 1000er Inspektion 860 km 1 Std. 190 €
12.02.2016 Zulassung 4 km 1 Std. 60 €
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113170 km

Denis' neue Honda Africa Twin CRF1000A

Preis: 13.000,00 €
Meine bisherigen Motorräder waren alle im gebrauchten und niedrigeren Preissegment angeordnet. Die Afrika Twin habe ich ohne Probefahrt, sogar ohne einmal zuvor auf ihr zu sitzen, blind vorbestellt. Anders war es aufgrund vom Zeitpunkt unserer Abfahrt nicht möglich.
Da mich die alte Twin schon begeistert hat, war ich überzeugt, dass Honda auch bei der Neuen vieles richtig machen wird. Die technischen Daten versprechen viel und auch die Optik überzeugt mich sehr. Endlich gibt es eine Reiseenduro auf dem Markt, der man den Enuroteil auch wieder anerkennt!
In den nächsten zwei Jahren und auf ca. 100.000 – 150.000 geplanten Kilometern in unterschiedlichsten Ecken der Welt, wird sie zeigen können, was in Ihr steckt. Der Mythos lebt und wir werden berichten.

Erfahrungen nach 10.000 Kilometern

Nach wenigen Kilometern fühlte ich mich bereits wohl auf der neuen Africa Twin. Auf der Straße lässt sie sich leicht durch jegliche Art von Kurven dirigieren, im Offroad Bereich fühlt sie sich deutlich leichter an, als es auf dem Datenblatt scheinen mag. Das wichtigste mit Reisezuladung (ca. 30 kg) war allerdings, die Federgabel und das Federbein auf maximale Härte zu stellen.
Wie sich im Nachhinein herausstellte, bin ich sehr glücklich darüber, dass Touratech bei unserer Abfahrt keinen Halter für das Topcase auf Lager hatte. Somit habe ich mich für die 80 Liter, wasserdichte Ortliebtasche entschieden, die über den Soziussitz und Gepäckbrücke geschnallt ist. Steht die AT auf dem Hauptständer, ist sie trotzt Gepäck fast im Gleichgewicht, was gerade für den Offroad Bereich ein großer Vorteil ist.
Die bisherigen Mängel traten bei Basti und mir nahezu zeitgleich auf. Der Set Schalter hängt, sobald er mindestens einen Tag Regen abbekommt, die Halterung für das Windschild und Navi ist an einer Seite gerissen und die Simmerringe der Gabel sind undicht geworden. Beim letzten Punkt liegt es wohl an der Hitze (über 40°C) und Beanspruchung. Abgesehen davon wird die Temparatur nach kurzer Fahrzeit mit 4° C zu viel angezeigt und die Geschwindigkeit liegt ab ca. 70 km/h 10% über dem tatsächlichen Wert.
Das hindert uns zum Glück alles nicht am Weiterkommen und ich bin hochzufrieden mit meiner Twin! Ich freu mich schon auf die nächsten 10.000 km und ich werde weiterhin Berichten.

Erfahrungen nach 113.000 Kilometern

Das wichtigste zuerst, sie hat es geschafft! Einmal um den Globus und die Africa Twin läuft immer noch wie am ersten Tag bei der Abfahrt. Nach über 100.000 Kilometer muss zwischen den Inspektionsintervallen immer noch kein Öl nachgeschüttet werden! Es traten keine größeren Probleme auf und sie war insgesamt äußerst zuverlässig. Um die Probleme kurz zusammen zu fassen. Nach bereits oben gennanten Defekten kam folgendes hinzu: Radlager hinten defekt, was - aufgrund meines Verschuldens - die Radnabe zerstörte und die Benzinpumpe gab kurz vor Ende ihren Geist auf. Abgesehen davon hat die Einspritzung in der Höhe ihre Probleme was zu mehr Leistungsverlust als nötig führt, mich aber nicht am Weiterkommen gehindert hat.
Alles in allem ist die neue Africa Twin, wie auch schon die Vergängerin, ein unglaublich zuverlässiges Motorrad und war für mich die richtige Wahl für unsere Reise. Die Bedenken von vielen, dass die Elektronik viel mehr Probleme machen würde als ältere Modelle bestätigte sich nicht. Wir verlangten viel von unseren Mopeds ab und waren nicht nur auf der Teerstraße unterwegs, doch sie ließ mich nie wirlich im Stich und wir hatten eine unglaubliche Zeit zusammen.
Wieder daheim angekommen hat sie erstmal eine komplette Inspektion und ein paar Streicheleinheiten bekommen. Ich denke, dass ich die AT nie verkaufen werde und sie am Ende ein Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommt, doch bis dahin wird sie erst mal noch über die heimischen Alpenpässe gejagt. Das Ende ist noch nicht erreicht und der nächste Bericht erfolgt bei 150.000 Kilometer.

Datum   Umbauten und Service Kilometer Dauer Kosten
06.06.2018 Öl- und Ölfilter gewechselt, Luftfilter gereinigt, Zündkerzen getauscht, Bremsflüssigkeit gewechselt, Ventile eingestellt, Ruckdämpfer getauscht, Bremsbeläge vorne getauscht 113170 km
16.01.2018 warning Benzinpumpe (UC T-35) defekt. Pumpe und Benzinfilter getauscht. Es war nicht nötig die gesamte Pumpeneinheit zu tauschen, welche unglaublich teuer ist! 108562 km
15.01.2018 Luftfilter gereinigt 108561 km
22.12.2017 Reifenwechsel (Heidenau K60 Scout) 103515 km 1 Std.
22.12.2017 Ölwechsel 103610 km
29.11.2017 Hintere Bremsbeläge getauscht 95081 km
27.10.2017 Reifenwechsel (Heidenau K60 Scout) 90546 km
12.10.2017 Ölwechsel 89246 km
05.08.2017 Ölwechsel, neue Ritzel und Kette, Luftfilter gereinigt, Reifenwechsel (Heidenau K60 Scout) 75050 km
23.06.2017 Ölwechsel 68000 km
03.05.2017 Reifenwechsel (Heidenau K60 Scouts) 59500 km
09.04.2017 Öl gewechselt, vordere Bremsscheiben gewechselt, vordere und hintere Bremsbeläge gewechselt 55400 km
08.04.2017 Originalfederung (Federbein und Federn in der Gabel) gegen Wilbers Fahrwerk getauscht. Was für ein unglaublicher Unterschied!!! 55300 km
09.03.2017 Enduro Fußrasten montiert (Honda XR600R) 47550 km 15 €
07.03.2017 Neue Zündkerzen, Kühl- und Bremsflüssigkeit gewechselt, Ventilspiel eingestellt, Barkbusters Handprotektoren montiert, Fronthalterung erneut geschweißt (dieses mal an der Biegung gebrochen), die oberen zwei Zündkerzenstecker erneuert (habe ich beim Ausbau mangels Feingefühl kaputt gemacht...) 47500 km
01.01.2017 Schalter eingebaut, damit nur das Tagfahrlicht an ist. Standard Luftfilter durch auswaschbare Filter von Unifilter getauscht, Seitenständerauflagenverbreiterung montiert (beides von Touratech) 42500 km
07.12.2016 Ölwechsel mit Ölfilter (5W40 Liqui Moly) 39520 km
06.12.2016 Reifenwechsel (wieder Heidenau K60 Scout) 39459 km
15.11.2016 Neuen Kettesatz montiert (2ter Satz) 38232 km
04.10.2016 Ölwechsel und neue Bremsbeläge vorne 33400 km
14.08.2016 Windschildhalter verstärkt, eine kleine Eisenstange wurde zwischen Halter und der Halterung für den Tacho geschweißt. Hintere Bremsbeläge gewechselt 24105 km
12.08.2016 Neue Kugellager am Hinterrad eingebaut, dieses mal wieder original von Honda 22315 km
01.08.2016 warning Kugellager am Hinterrad wieder kaputt gegangen, wahrscheinlich war es ein sehr günstiges aus Nowosibirsk 22315 km
18.07.2016 Neue Kugellager am Hinterrad eingebaut 19705 km 1 Std. 20 €
17.07.2016 warning Defektes Kugellager am Hinterrad 19705 km
14.07.2016 Gewechselt: Öl + Ölfilter (5w40 Liqui Moly), Luftfilter, Reifen (Heidenau K60 Scout) Außerdem defekte Simmerringe gegen neue getauscht, dadurch auch neues Gabelöl (10w Liqui Moly) und Neoprenschützer angebracht 19688 km 10 Std.
09.06.2016 Gerissene Schweißnaht der Navi- und Windschildhalterung geschweißt. Zusätzliche Fixierung mit Kabelbindern. 12290 km 4 Std. 0 €
09.06.2016 Temperatursensor aus der vorgesehen Halterung genommen und mit Kabelbinder befestigt, da er nach ca. 2 km Fahrt konstant 4°C zu viel anzeigt. Die Spitze des Fühlers liegt jetzt am Lufteinlass. 12290 km 0 Std. 0 €
31.05.2016 warning Gabel Simmerring auf der rechten Seite ist undicht 11940 km
26.05.2016 warning Linke Seite der Halterung, an der die Scheibe und das Navi montiert ist gebrochen. Wahrscheinlich aufgrund des Gewichts vom Navi und starken Vibrationen. 10315 km
20.05.2016 Ölwechsel: der Touratech Motorschutz muss komplett weggebaut werden um auch die zweite Ölschraube zu erreichen. 9304 km 2 Std. 50 €
10.05.2016 Der SET Schalter funktioniert wieder. Das Problem tritt auf, sobald er Feuchtigkeit zieht, bzw. nachdem er Nass geworden ist. 7510 km
08.05.2016 warning Die Wegfahrsperre hat zwei Tage immer mal wieder Probleme gemacht. Die AT lies sich starten, ging danach aber sofort wieder aus. 7460 km
07.05.2016 Reifenwechsel auf Heidenau K60 Scout 7354 km 1 Std. 25 €
02.05.2016 warning Der SET Knopf der linken Schaltereinheit bleibt gedrückt hängen und kommt nicht mehr von selbst heraus. 7325 km
06.04.2016 1000er Inspektion 1021 km
19.02.2016 Zulassung 0 km 1 Std. 60 €
11.02.2016 Montage Honda Hauptständer und Spiegler Stahlflexleitungen 0 km 5 Std. 500 €

Vergleich unserer aktuellen Motorraeder

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Nach einigen Tausend Kilometern

22.05.2016
Immer wieder werden wir gefragt, welches Motorrad im Vergleich besser ist. Um ehrlich zu sein sind wir überzeugt, dass wir jeweils die beste Wahl des Motorrads für die Weltreise getroffen haben. Trotzdem versuchen wir die beiden Bikes so objektiv wie möglich zu vergleichen. Um allerdings eins vorweg zu nehmen, es gibt wahrscheinlich zwei Gewinner ;)

Mit einer der entscheidensten Unterschiede dürfte der Preis sein. Hierbei setzt die GS in einem deutlich höherem Segment als die Africa Twin an. Dafür bekommt man einiges mehr an technischen Spielerein, ob man diese allerdings haben möchte oder nicht, muss man selbst entscheiden. Ein wichtiger Punkt war für uns, dass einiges an Elektronik ausfallen kann und die Motorräder trotzdem noch weiter fahren. Sollte deshalb eine Warnleuchte im Cockpit erscheinen, muss diese halt gekonnt ignoriert werden. Das wird uns bei der Africa Twin auch nicht allzu schwer fallen, denn durch die Mischung von einer Staubschicht auf dem Tacho und Sonneneinstrahlung ist es nahezu unmöglich etwas abzulesen zu können. Mit diesem Problem hat man bei der BMW nicht zu kämpfen, dafür sind die Zahlen auf dem Tacho so klein, dass man am besten die Zeigerposition auswendig lernt ;)

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Die Federung der GS ist ist für das Gewicht unserer Welttour besser ausgelegt als das der AT. Auch nachdem Basti und Denis die Dämpfung vorne wie hinten auf maximale härte gestellt haben, wäre gerade am Federbein etwas mehr Spielraum wünschenswert. Basti beschwert sich gerne über zu wenig Gewicht auf dem Vorderrad, was bei Denis dank Tasche anstelle eines Top Cases weniger das Problem ist. Eventuell werden wir die Sprungfedern vorne und das Federbein hinten in Thailand gegen ein Touratech Fahrwerk tauschen.

Leistungstechnisch hat die BMW die Nase vorne. Dank einigen PS und Newtonmetern mehr, können Überholmanöver oder Passtraßen auch mit wenigen Schaltvorgängen gemeistert werden. Die Honda hat hier allerdings auch von beidem ausreichend und macht mindestens genau so viel Spaß. Und nachdem aktuell hauptsächlich Ladas überholt werden müssen, ist die Leistung nicht ganz so entscheidend ;) Auf Bergpässen über 2.000 m hatten wir bisher den Eindruck, als ob sie deutlich an Power einbüsen würde. Sobald wir genaueres wissen und das nochmals testen können, werden wir Berichten.

Bei der Erstbereifung hätte die Africa Twin aber besseres verdient. Seit dem Tausch auf die Heidenau K60 Scout ist die Gewohnte Schräglagenfreiheit und Bodenhaftung aber wieder hergestellt.

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich der Offroad Bereicht! Ohne Zuladung, fährt sich die Africa Twin im Gelände wie eine größere Einzylinder Enduro. Aber selbst mit Reisegepäck macht sie unglaublich viel Spaß. Die Reifendimensionen schlucken größere Steine und Schlaglöcher und man möchte so oft wie möglich runter von den geteerten Straßen. Hier hat die GS mit den kleineren Reifen und der härteren Federung das Nachsehen, dazu ist sie gewichtstechnisch ab Werk um ein paar Kilo besser bestückt. Einen großen Vorteil hat sie, vielleicht gerade für Alleinreisende interessant, beim "Umfallen". Bedingt durch den Boxer der Neigungswinkel nicht so drastisch, was das Aufheben deutlich einfacher macht.

Wer drauf steht kann sich bei der BMW ein paar gimmicks wie Keyless Ride dazu bestellen. Vermeidet das Gefummel nach dem Schlüssel in der Hosentasche, nachdem die Handschuhe schon angezogen sind. Der Tempomat ist ein unerwarteter und sehr großer Komfortgewinn. Gerade auf langen Verbindungsetappen hat ihn Fabi mittlerweile zu schätzen gelernt. Das Windschild kann stufenlos verstellt werden, was je nach Temperatur und Geschwindigkeit sehr angenehm ist. Leider haben es die Japaner bei der Geschwindigkeits- und Temperaturanzeige etwas zu gut gemeint. Sobald die Maschine warm ist, werden konstant 4° zu viel angezeigt. Außerdem rechnet der Tacho bis ca. 70 km/h ungefähr 6% und ab ca. 90 km/h 10% auf die tatsächliche Geschwindigkeit (verglichen mit der Geschwindigkeitsangabe zwei unterschiedlicher Garmin Navis). Aufgrund des etwas größeren Tanks der GS kommt diese ca. 30 km weiter. Der Verbrauch beider Maschinen ist ziemlich identisch.

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Weitere Unterschiede liegen zum Beispiel beim Antrieb, Kardan bzw. Kette, wie einfach oder aufwändig sind die Service Intervalle durch zu führen, wie viel Kilometer werden die Motorräder überstehen? Die Vor- und Nachteile eines Kardan sind bekannt, solange er nicht kaputt geht benötigt er wenig Pflege. Bisher haben wir erst einen Ölwechsel durchführen müssen. Der Africa Twin reicht das alle 12.000 km, die GS hätte ihn gerne nach 10.000 km.

Bisher hatten wir zum Glück keine größeren Probleme und wir hoffen, dass das möglichst lange anhalten wird. Ob positive oder negative Ereignisse, wir werden euch auf dem Laufenden halten.

Update nach 12.600 Kilometern

Die BMW hat Probleme mit schlechtem Sprit. Da der Wassergekühlten GS der Klopfsensor fehlt, fängt sie mit dem 80 Oktan Benzin, dass wir im Iran und Turkmenistan tanken mussten, an beim Beschleunigen zu klingeln. Es gibt zwar eine Programmeinstellung die dafür sorgt, dass die BMW auch mit schlechtem Benzin fahren kann, dies kann allerdings erst bei einem BMW Händler (der nächste ist in Astana, Kasachstan) einprogrammiert werden. Empfehlenswert für jeden, der mit einer 800GS oder einer neuen 1200GS LC in Länder reist die weniger als 90 Oktan haltigen Sprit abfüllen, dieses Programm aufzuspielen. Die beiden Africa Twins schlucken den 80 Oktan Sprit ohne Probleme, weder ein Klingeln, noch ein Klopfen ist zu hören Wir werden weiterhin berichten.